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St. Johann: Absturz in Liechtensteinklamm

Die Bergrettung St. Johann wurde am Freitag, 2. August, um 13.10 Uhr alarmiert: ein Arbeiter war in der Liechtensteinklamm etwa 30 Meter abgestürzt.

Zuerst lautete die Information der Leitstelle, dass eine Bergung per Rettungshubschrauber durchgeführt werden solle, so Einsatzleiter Hans Fritzenwallner, und die Einsatzkräfte der Bergrettung St. Johann nur eventuell vor Ort unterstützend gebraucht würden.

„Als wir in der Liechtensteinklamm waren, traf auch eine Notärztin der C6 Crew ein, welche die Erstversorgung des 25-jährigen Poliers aus Schladming übernahm. Nachdem es bei der Kommunikation von Notärztin und C6-Crew zu Verständigungsschwierigkeiten kam, übernahmen wir unverzüglich die terrestische Bergung mit Universaltrage.“ 

Der junge Mann dürfte großes Glück im Unglück gehabt haben, weil er kurz oberhalb des Abgrundes hinunter zur Großarler Arche zu liegen kam, so Fritzenwallner. 
Zwischenzeitlich wurde vom Bergrettungsteam der Weg so weit vorbereitet und seilversichert, dass die Bergung in kürzester Zeit bis zum Eingang der Klamm durchgeführt werden konnte, wo der Verletzte dem Roten Kreuz übergeben und später ins Krankenhaus geflogen wurde.

Insgesamt waren 16 Bergretterinnen und Bergretter im Einsatz.
Der Polier war mit Sitz- und Brustgurt ausgerüstet. Es dürfte ihm laut ersten Ermittlungen der Alpinpolizei ein fataler Seiltechnikfehler passiert sein.
 
Text: M.Riedler, Foto: Stifter/Steinbacher, Bergrettung St. Johann
 

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