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Sportgastein: Tödlicher Absturz auf dem Weg zum Vorderen Geiselkopf

Eine Skitour in Richtung Hagenerhütte zum Vorderen Geiselkopf in Sportgastein, wurde für zwei Oberösterreicher (61) und (72) am gestrigen Feiertag (21.05.20) zu einer Tragödie. Einer der beiden, der 61-jährige Tourengeher, stürzte rund 200 Meter ins Höllkar ab und erlag noch vor Ort seinen tödlichen Verletzungen.

Nachdem der 61-jährige Tourengeher nicht zum vereinbarten Treffpunkt auf der Hagenerhütte eintraf, rief der dort auf ihn wartende Tourenpartner gegen Mittag die Bergrettung.

Zuvor hatten die beiden Skitourenpartner besprochen, dass der 72-jährige Oberösterreicher auf der Hagenerhütte auf ihn warten würde, während der tödlich verunglückte Tourengeher weiter in Richtung Vorderer Geiselkopf aufsteigen wollte. Der Gipfel und auch die Aufstiegsspur waren in Nebel gehüllt – aber eine weitere Gruppe von Tourengehern, diente dem Verunglückten als Orientierung. Er folgte dieser Gruppe. Noch im Aufstieg, dürfte er allerdings die Orientierung verloren haben und wollte vermutlich über den Aufstiegsweg wieder abfahren. Dabei fuhr er wahrscheinlich in eine falsche Rinne ein, denn eine Felswand verhinderte die weitere Abfahrt. Der Tourengeher dürfte versucht haben, zu Fuß die Rinne wieder hinauf zu stapfen. Bei diesem Versuch rutschte er aus, stürzte zunächst 30 Meter über die Felswand und dann rund 200 Meter ins Höllkar, die sogenannte Geiselpromenade ab. Der 61-jährige Oberösterreicher war vermutlich auf der Stelle tot.

Die Besatzung des Polizeihubschraubers konnte den Vermissten auffinden und nur noch tot bergen.

Die beiden Tourenpartner kannten sich durch ihre Mitgliedschaft im Alpenverein und waren versierte Alpinisten. Sie übernachteten im Wohnmobil in Sportgastein, um frühzeitig zu dieser Frühjahresskitour aufzubrechen.

Text/Bild: Bergrettung Salzburg

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