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Snowboarder lösten Schneebrett aus

Vier unbekannte Snowboarder lösten ein Schneebrett am Sonntagskogel aus und gefährdeten damit nicht nur sich selbst, sondern auch Pistenfahrer.

Bilder Bergrettung Wagrain

Vier unbekannte Snowboarder fuhren am 26. März 2007, gegen 13:00 Uhr, vom Gipfel des Sonntagskogels, im Gemeindegebiet von Wagrain/St. Johann im Pongau, über die etwa vier Meter hohe Schneewechte, in die ca. 40 Grad steile Südostflanke ein.
Sie hatten offensichtlich nicht die Schneeverfrachtungen der vergangenen Tage beachtet. Unmittelbar nachdem der vierte Snowboarder über die Wechte sprang, löste sich der im Lee gebildete Wechtenkeil.

Durch das abgehende Schneebrett wurde der erste der eingefahrenen Snowboarder erfasst und ungefähr 100 Meter oberflächlich talwärts mitgerissen. Nachdem die Ausläufer des Schneebrettes etwa 30 Meter oberhalb der Piste zum Stillstand kamen, konnte sich der Snowboarder selbst aus der Lawine befreien und mit seinen Begleitern, nachdem sie neuerlich in das gefährliche Gebiet aufstiegen, unerkannt ins Tal abfahren.

„Die Snowboarder sind in dieses Gebiet eingefahren, obwohl überall Lawinenwarntafeln aufgestellt waren. Sie haben durch das Missachten der Warntafeln auch die Menschen auf der Piste gefährdet, “ schildert der Ortstellenleiter der Bergrettung Wagrain, Benedikt Oberhuber.

Südostgerichtete Hänge sind sehr labil

Benedikt Oberhuber ist auch Mitglied der Lawinenwarnkommission Wagrain; er hat heute den Abbruchbereich besichtigt. Dabei hat er festgestellt, dass die Anbruchshöhe im Wechtenkeil etwa 40 cm  tief war. Wie labil die Wechte war, zeigt das Bild:

 


„Bei der Belastung nur durch eine Person brach heute die Wechte“, so Oberhuber. Die südostgerichteten Hänge sind derzeit noch sehr labil, die Belastung durch einen Schifahrer genügt um ein Schneebrett auszulösen.

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