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Schwieriger Sucheinsatz für Krimmler Bergretter

Die Krimmler Bergretter wurden am 7. August nach 21 Uhr zu einem Sucheinsatz nach einem vermissten 37-jährigen Deutschen alarmiert.

Der Mann war bereits in den Morgenstunden zu einer Wanderung Richtung "Alter Wasserfall" aufgebrochen. Die Krimmler Bergretter suchten zuerst alle Wege in diesem Bereich ab. Gegen Mitternacht meldete ein Almbauer, der wusste, dass die Bergretter nach einem Vermissten suchten, schwache Lichtzeichen im Krimmler Achental (in der sogenannten Schachenklamm).

Aufgrund dieser Hinweise begaben sich die Krimmler Bergretter um Mitternacht in dieses weglose und schwierige Gelände. Um 2:30 Uhr fanden sie schließlich auf 1949m Höhe den schwer verletzten und schockierten Mann.

Der Deutsche war - nach seinen Angaben - das Krimmler Achental entlang gewandert und auf einem Steig östlich aufgestiegen. Diesen Jägersteig ist er - im später völlig weglosen Gelände - aufgestiegen. Anschließend wollte er über die Kare zurück nach Krimml. Dabei versuchte er durch eine steile Rinne abwärts Richtung Tal zu gelangen. Er stürzte mehrere Hundert Meter und erlitt schwerste Verletzungen. Robbend versuchte der Deutsche Richtung Tal zu gelangen, bis schließlich kein Weiterkommen mehr möglich war. Mit einer zufällig im Rucksack aufgefunden Spielzeug-Taschenlampe konnte er „Notsignale“ abgeben.

Die Krimmler Bergretter versorgten ihn beim Auffinden so weit wie möglich und verbrachten die Nacht mit dem 37- Jährigen am Berg.

Am Morgen wurde der Deutsche vom Team des Rettungshubschraubers Martin 6 geborgen und ins Krankenhaus Zell am See geflogen.

 

Am Einsatz waren 15 Krimmler und acht Neukirchener Bergretter beteiligt. Außerdem Notarzt und Alpinpolizei (zwei Beamte). Für die Bergretter war um 11:26 Uhr Einsatzende.

 


Foto: Manfred Reitsamer, Bergrettung Krimml

Bericht: Maria Riedler und Katrin Krahbichler, Bergrettung Krimml und AEG

 

 

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