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Schneesituation in den Bergen

Aus aktuellem Anlass einige zusammenfassende Tipps von unserem Landesleiter Stv. Klaus Wagenbichler.

Die Bedingungen sollten nicht unterschätzt werden und gute Ausrüstung im alpinen Gelände ist derzeit besonders wichtig.

Die extremen Schneefälle im vergangenen Winter haben herrliche Skitourenmöglichkeiten bis ins späte Frühjahr, beinahe bis in den Frühsommer ermöglicht. Diese unglaublichen Schneemengen haben jedoch auch negative Auswirkungen. 
So sind in manchen Gebieten die alpinen Wege/Steige wegen umgestürzter Bäume und abgerutschter Wegbereiche nicht oder nur sehr erschwert begehbar. 
In den Hochlagen über ca. 2000m liegt noch eine beinahe geschlossene Schneedecke, so dass Wege und Markierungen, vor allem bei schlechter Sicht schwer zu erkennen sind. 
Lawinenreste, insbesondere in Gräben und Mulden überdecken die Schmelzwasserbäche und sind wegen der hohen Temperaturen nicht immer tragfähig.

Steile, besonders nordseitige Schneehänge sind auch mit gutem Schuhwerk schwierig zu begehen. Das Stürzen/Abrutschen auf Schneefeldern ist statistisch eine der häufigsten Unfallursachen am Berg.
Durch die seit langem, auch in großen Höhen anhaltenden hohen Temperaturen bilden sich durch Wärmerückstrahlung vom Fels Hohlräume im Schnee, in die man einbrechen kann.
Durch die Sonneneinstrahlung/hohe Lufttemperatur können auch jetzt noch Nassschneerutsche/-lawinen aus Steilgelände abgleiten. Besonders Wege die durch Gräben führen, können hier betroffen sein.

Die Bergrettung empfiehlt daher:

  • Gesperrte Bereiche/Wege (z.B.: Holzschlägerungsbereiche) nicht zu benutzten/betreten
  •  eine genaue/entsprechende Tourenplanung (z.B.: Öffnungszeiten der Schutzhütten/Wetter/Info über Wegezustand/Sperren/….)
  • angepasste Ausrüstung und Bekleidung (z.B.: gutes, stabiles Schuhwerk)
  • Ausbildung im Umgang/Handhabung der Ausrüstung (z.B.: Steigeisen)
  • Rechtzeitiger Abbruch der Tour bei Eintritt nicht vorhergesehener Ereignisse
  • Mitführen von Notfallmaterial (Erste Hilfe und 2 Mann-Biwaksack)
  • Notfallnummern (Bergrettung „140“) eingespeichert, Akku aufgeladen
  • Angabe des Tourenziel (bei Angehörigen), einschließlich der geplanten Rückkehrzeit

 

Link zu vergangenen Empfehlungen ...

   

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(2020 aktuell)
575 Einsätze
(2020 aktuell)
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im Land Salzburg (2020 aktuell)