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Saalfelden: Familie aus Bayern auf Klettersteig verstiegen

Ein Ehepaar aus Bayern wurde gestern Nacht von einem schweren Gewitter auf einem Klettersteig überrascht. Sie waren mit ihren sieben- und achtjährigen Kindern in schwierigstes Gelände geraten und konnten erst nach einer aufwändigen Suchaktion von der Bergrettung Saalfelden geborgen werden.

Die bayerischen Kletterer waren in extrem unzugänglichem Gelände. (Bilder: Bergrettung Saalfelden)

Nur durch Abseilen über eine etwa 70m hohe Wand konnten sie aus dem Gelände geborgen werden. (Foto: Christoph Mitterer/Bergrettung Saalfelden)

Eine gehörige Portion großes Glück dürfte eine bayerische Familie beim Abstieg - im weglosen Gelände - vom Persailhorn, vergangene Nacht auf alle Fälle gehabt haben: Nachdem sie sich heillos verstiegen hatten, riefen sie gegen 21 Uhr um Hilfe:
15 Bergretter der Ortsstelle Saalfelden machten sich in der Nacht, gegen 22Uhr, auf die Suche nach der vierköpfigen bayerischen Familie. 

Die Familie aus Bayern, war mit ihren sieben und achtjährigen Kindern auf das Persailhorn gestiegen.
Nachdem sie vom schlechten Wetter überrascht wurden, verirrten sie sich beim Abstieg im sogenannten „Wildental“ zwischen Ahlhorn (2.467m) und Persailhorn (2.347m) . In ihrer Panik verstiegen sich die bayerischen Bergsportler immer mehr in diesem extrem unzugänglichstes Gelände und konnten schließlich weder vor noch zurück.

Schwierigste Bergung
 „Das Gelände ist eigentlich überhaupt nicht zugänglich, selbst beim Abseilen in den Graben herrschte starker Steinschlag und permanent große Gefahr für alle“, schildert Bernd Tritscher, der Ortsstellenleiter von Saalfelden. Die Bergretter aus Saalfelden wurden noch bei Dunkelheit von einem Hubschrauber des Innenministeriums zur Wiechtenthaler-Hütte (1.752m). geflogen.
Bernd Tritscher suchte mit seinen Leuten bis etwa halb zwei in der Nacht nach den vier vermissten Klettersteiggehern.
“Zuerst konnten wir die Hilferufe der Familie lange nicht orten, bis wir ihre Blinkzeichen mit einem Fotoapparat sehen konnten. Niemals wären wir sonst in diesen Graben, in diesem schwierigen Gebiet gekommen.“ Die Bayern und ihre Kinder wurden über eine steile, etwa 70m hohe Wand abgeseilt und über ein Schotterfeld hinaus etwa eine Stunde bis zur Peter-Wiechenthaler Hütte von den Bergrettern aus Saalfelden begleitet.

 

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