Zum Hauptinhalt springen

Rauris/Fusch: Bergung nach Absturz bei tiefwinterlichen Verhältnissen

Ein 50-jähriger Kärntner war im Bereich der Noespitze (Goldberggruppe) auf 3000 Metern Höhe gut 50 Meter abgestürzt und musste unter widrigsten Bedingungen von Bergrettern aus Rauris und Fusch ins Tal gebracht werden.

Samstagnachmittag um 14 Uhr ging bei der Bergrettung Rauris der Notruf ein: Ein Kärntner Bergsteiger war auf  der Noespitze (auf 3000 Metern) abgestürzt und würde verletzt mit einem Begleiter auf seine Rettung warten.

„Da ein Hubschraubereinsatz aufgrund der widrigen Verhältnisse – es herrschte Nebel, Schneefall und Sturm - nicht anzudenken war, stiegen wir zu Fuß auf“,so Wolfgang Rohrmoser, Ortstellen- und Einsatzleiter der Rauriser Bergrettung.
„Um beide Zustiegs- und Bergemöglichkeiten abzudecken, alarmierten wir auch die Bergrettungsortsstelle Fusch mit.“ Ein fünfköpfiger Trupp versuchte von der Großglockner Hochalpenstrasse aus über den Klagenfurter Jubiläumsweg zu dem Verletzten zu gelangen.

Die Bergretter aus Rauris nahmen den Anmarsch über das Seidlwinkltal in Angriff. „Wir waren froh über unser geländetaugliche Quad. Dazu wurden wir durch vier weitere, private Quads von Bergrettern und der Jagdgemeinschaft Seidlwinkltal unterstützt, um schneller in das weitläufige Diesbachkar zu gelangen“, schildert Rohrmoser schon die große Herausforderung eines raschen Zustieges zur Unfallsstelle.


Durch die genaue Standortbeschreibung und Übermittlung der Koordinaten konnten die Retter gegen 17:30 Uhr, nach einem dreistündigem Aufstieg in teils kniehohem Schnee, den 50-jährigen Verletzten und seinen 47-jährigen Begleiter erreichen. 


„Dank deren sehr guter Ausrüstung mit warmer Bekleidung und Biwaksäcken konnten die beiden Kärntner die Wartezeit recht gut überstehen.“


Nach der Erstversorgung des verletzten und unterkühlten  Bergsteigers begann die langwierige Bergung über die schneebedeckte Flanken und das felsige Gelände des Weißenbachkees. 
„Wir hofften, dass wir nach Aufhellungen unterhalb der Schneefallgrenze doch noch einen Hubschrauberflug für den Verletztenabtransport bekommen könnten, aber leider zerschlug sich diese Hoffnung mit dem Einsetzen der Dämmerung.“


Trotzdem gelang es, die beiden Bergsteiger noch in der gleichen Nacht sicher ins Tal zu bringen und dem Roten Kreuz zu übergeben. Einsatzende war gegen 23 Uhr.


Im Einsatz standen 23 Bergretter aus Rauris und fünf aus Fusch. 

Fotos: BR Rauris
 

 

 

 

 

620 Geborgene Personen
(2019 aktuell)
673 Einsätze
(2019 aktuell)
1418 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2019 aktuell)