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Rauriser Hundeführer fanden toten Wanderer

Am Hocharn (3.254m)/ Rauris ist am 6. August ein 55-jähriger Wiener Arzt etwa 30 Meter tödlich abgestürzt. Hundeführer fanden den Toten in einer extremen nächtlichen Suchaktion.

Die beiden Rauriser Hundeführer Tom Rohrmoser und Lug Rasser beim Winterkurs in Zauchensee. (Foto: Maria Riedler/Bergrettung Salzburg)

Tom Rohrmoser und seine Hündin Leyla.

Die Gattin des abgängigen Wanderers verständigte am Mittwochabend, gegen 19.30 Uhr den Wirt des Naturfreundehauses, in Rauris, dass ihr Mann von einer Bergtour nicht zurückgekommen sei. Er wollte auf den Hocharn (3.254m) gehen und hatte mit ihr vereinbart, um 17 Uhr wieder zurück auf der Ammerer Alm zu sein. Dort machte die Familie mit ihren Kindern Urlaub.

Der Wirt alarmierte die Polizei und die Bergrettung in Rauris. Der Polizeihubschrauber „Libelle-FLIR" der Flugeinsatzstelle Salzburg war bis 22 Uhr im Einsatz, konnte den Abgängigen jedoch nicht orten.

Hundeführer suchten gegen Mitternacht vom Sonnblick zum Hocharn
Die Rauriser Bergretter waren mit 21 Mann von Kolm-Saigurn im Sucheinsatz. Die beiden Rauriser Hundeführer Lug Rasser und Thomas Rohrmoser suchten vom Gipfel des Sonnblicks aus Richtung Hocharn.
Lug Rasser, der als Wetterwart am Sonnblick extrem ortskundig ist, suchte mit Thomas Rohrmoser den schwierigen Weg Nordwand-Erfurter-Steig ab.
„Zu dieser Zeit – knapp vor Mitternacht – herrschte starkes Gewitter und in der steilen Scharte lag teilweise Schnee zwischen den Felsen“, schildert Tom Rohrmoser den schwierigen Einsatz. „Wir haben dann tatsächlich – an der Stelle an der Lug einen eventuellen Absturz vermutet hatte – eine Rutschspur im Schnee gefunden. Dort haben unsere Hunde dann auch sofort runter gesucht und den – leider bereits toten – Mann gefunden“.

Maria Riedler

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