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Rauris: Nächtliche Suchaktion nach Weitwanderern am Hohen Sonnblick

Tiefer Schnee, Schneefall und die einsetzende Dunkelheit: Zwei Weitwanderer verirrten sich am Goldzechkopf in der Goldberggruppe und konnten ihr geplantes Ziel, das Zittelhaus am Hohen Sonnblick, nicht mehr aus eigener Kraft erreichen. Sie riefen die Bergrettung Rauris, die bis in die frühen Morgenstunden des heutigen Dienstags, im Einsatz waren.

Die zwei Weitwanderer (52 und 57 Jahre) aus Deutschland waren am Montag, 22. Juni, auf dem Weg vom Goldzechkopf in Richtung Hoher Sonnblick, als sich das Wetter deutlich verschlechterte und sie sich mit beginnender Dunkelheit verstiegen. Auch der noch bestehene, tiefe Schnee des Winters erschwerte ein Weiterkommen. Sie entschlossen sich die Bergrettung zu rufen, da sie mit den zunehmend widrigen Verhältnissen kein Weiterkommen aus eigener Kraft mehr sahen und die Orientierung verloren haben. 

Über 20 Bergretter der Ortsstelle Rauris, machten sich zu dieser nächtlichen Suchaktion auf und konnten erst nach Mitternacht die zwei Wanderer in der Gipfelnähe des Goldzechkopfes auf rund 3.000 Meter lokalisieren. Sie stiegen zu den zwei Männer unter widrigsten Bedingungen auf. Gemeinsam stiegen die Bergretter mit den Wanderern über das felsige Gelände des Goldzechkopfes auf das Fleißkees ab. Über das Fleißkees erfolgte der Weiterweg direkt hinauf auf das Zittelhaus, welches die zwei Weitwanderer noch am Montag erreichen wollten. Beide Weitwanderer waren erschöpft, aber unverletzt. Die Bergretter stieg noch bis ins Tal wieder ab, der Einsatz endete in den frühen Morgenstunden. 

Gute Tourenplanung ist Voraussetzung

Aktuell herrschen in den Hohen Tauern tiefwinterliche Verhältnisse mit teils kniehohem Schnee. Die Orientierung und das Vorankommen kann dadurch extrem erschwert werden. Dauer und Gehzeiten sind in der Tourenplanung somit auch unbedingt zu berücksichtigen, genauso wie die Wetterprognosen, damit nächtliche Sucheinsätze vermieden werden können.

 

Bild/Text: Bergrettung Rauris 

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