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Rauris: Lawine auf Piste!

Im Skigebiet von Rauris ist Montagmittag, am 23. Februar, eine Lawine abgegangen. Die Verschütteten blieben unverletzt.

Etwa 100 Einsatzkräfte suchten nach Verschütteten. (Foto: Wolfgang Rohrmoser/Bergrettung Rauris)

Die Verschütteten blieben unverletzt. (Foto: Hans Dörfler/Bergrettung Kaprun)

Die Wetter- und Sichtverhältnisse waren schwierig. (Foto: Hans Dörfler/Bergrettung Kaprun)

Der Lawinenkegel wurde mit Hunden, Sondierern und Recco Gerät komplett abgesucht. (Foto: Wolfgang Rohrmoser/Bergrettung Rauris)

Im Skigebiet Hochalmbahn/Rauris ist Montagmittag, am 23. Februar, eine Lawine abgegangen.
Das 200 Meter lange und 50 Meter breite Schneebrett löste sich in der Nähe der Ausstiegsstelle der Gipfelbahn in 1.950 Metern Seehöhe und verschüttete etwa 150 Meter der Piste zwei.

Die Schneemassen dürften sich durch die starken Windverfrachtungen selbst gelöst haben.

Acht Skifahrer waren im unmittelbarer Nähe des Abgangs, vier von ihnen  - unter ihnen ein siebenjähriges deutsches Mädchen - wurden von den Schneemassen mitgerissen.

Glück im Unglück
„Die betroffenen Skifahrer hatten alle großes Glück im Unglück und konnten sich auch selbst unverletzt befreien“, so der Ortsstellenleiter der Bergrettung Rauris, Herbert Rohrmoser.
Die vier Betroffenen erlitten bei dem Abgang einen leichten Schock und wurden ärztlich behandelt. 
    
Etwa 100 Mitglieder der Bergrettung Rauris, Kaprun,Fusch und Zell am See, neun Hundeführern der Bergrettung, Feuerwehr, Mitarbeiter der Bergbahnen, Alpinpolizei, drei Bergrettungsärzte aus dem Pinzgau und Rotes Kreuz waren bis zu den Abendstunden auf dem Lawinenkegel im Einsatz.

Sondierung des kompletten Kegels
„Wir haben den kompletten Lawinenkegel großflächig sondiert und mit den Lawinenhunden nach eventuell Verschütteten gesucht, um sicher zu gehen, dass niemand von den Schneemassen erfasst wurde“, schildert Herbert Rohrmoser. „Dabei fanden wir sogar Ski und Stöcke, es dauerte einige Zeit, bis alle Utensilien den Verunglückten zugeordnet werden konnten. Nachdem auch keine Vermisstenmeldungen reinkamen, konnten wir so relativ sicher sein, dass keine weiteren Verschütteten unter der Lawine sind.“

Schlechte Sicht und Windverfrachtungen
Die Wetter- und Windverhältnisse machten den Einsatz schwieriger, auch musste die Einsatzleitung aufgrund der schlechten Bedingungen ständig auf die große Gefahr von eventuellen Nachlawinen achten.

Die Piste gilt eigentlich als harmlose Abfahrt, erst gestern - am Sonntag - wurden Lawinensprengungen durchgeführt.

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