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Raiffeisen unterstützt die Salzburger Bergrettung

Raiffeisen Salzburg unterstützt die Bergrettung Salzburg bei der Anschaffung der neuen Einsatzbekleidung.

Bilder: Markus Zott und Maria Riedler, Bergrettung Salzburg

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Salzburger Bergrettung bewältigen - oft unter schwierigsten Bedingungen - jährlich 3.500 Einsätze (davon mehr als 600 Bergeeinsätze) im alpinen und unwegsamen Gelände.
Um die vielfältigen Aufgaben sicher und ohne unnötige Eigengefährdung bewältigen zu können, müssen umfangreiche Investitionen getätigt werden, darunter Investitions- und Betriebskosten für 44 Ortsstellen, für geländegängige Einsatzfahrzeuge sowie Kosten für die Ausrüstung von 1.400 aktiven Bergrettern (davon 50 Bergretterinnen, 23 Flugretter plus 45 Lawinenhunde). Hier fallen pro Einsatzkraft Minimalkosten von etwa 500 Euro jährlich für Schutzbekleidung an.

Mehr Sicherheit durch professionellstes Material
„Die Bergrettung Salzburg freut sich darüber, dass Raiffeisen Salzburg sich solchen gesellschaftlichen Aufgabenstellungen verpflichtet sieht“, meint der Landesleiter der Bergrettung Salzburg, Estolf Müller. „Moderne Ausrüstung kostet Geld, macht die Bergrettungsmitglieder aber sicherer. Aufgrund von technischen Weiterentwicklungen, Verschleiß und oft hoher Beanspruchung im Einsatzfall muss die Ausrüstung stetig erneuert und ergänzt werden."

Bei der Menschenrettung am Berg besteht bedingt durch Wetterverhältnisse und schwieriges Gelände immer ein Grundrisiko für die Retter; mit moderner und sicherer Ausrüstung kann die Bergrettung unnötiges zusätzliches Risiko vermeiden.
"Wir sind dankbar für diese Kooperation, da so unsere Mitglieder nicht die kompletten Kosten für ihre neue Einsatzkleidung tragen müssen, obwohl sie noch einen Anteil dafür aus eigener Tasche bezahlen,“ unterstreicht Landesleiter Müller.

Professioneller Partner Raiffeisen
„Uns ist es ein Anliegen, Vereine und Gruppen zu unterstützen, die oft im Hintergrund wichtige Dienste für die Allgemeinheit leisten. Ich hoffe, dass die Arbeitsbedingungen der Bergrettung durch unsere Unterstützung weiter entscheidend verbessert werden können“, erklärt Raiffeisen Generaldirektor Dr. Günther Reibersdorfer.
Die ehrenamtliche Arbeit wird zunehmend schwieriger, da bei gleichzeitig steigenden Kosten für modernes Rettungsgerät die Zuschüsse der öffentlichen Hand gekürzt würden. Deshalb ist die Bergrettung mehr denn je auf Förderer wie Raiffeisen angewiesen.

Die Arbeit der Bergrettung ist ehrenamtlich und bewegt sich auf höchstem Leistungsniveau. Die öffentliche Hand könnte den Menschen ohne dieses ehrenamtliche Engagement keinen derart qualifizierten Schutz und keine so ausgeprägte Sicherheit bei Freizeitaktivitäten in den Bergen bieten.
"Ohne Bergrettung würde der gesamte Tourismus nicht mehr funktionieren. Die Bedeutung der Bergrettungsarbeit hat angesichts der ständig steigenden Freizeitaktivitäten und des Tourismus erheblich zugenommen“, meint Generaldirektor Reibersdorfer.

Viele schwierige Einsätze
Risikoreiche neue Formen des Sports bringen zunehmende Gefahren mit sich - für die Betroffenen ebenso wie für die Retter. Hinzu kommt die Selbstgefährdung der Menschen durch Leichtsinn und Selbstüberschätzung. Heutzutage ist es nicht mehr der abenteuerlustige Sommerfrischler, der in kurzen Hosen, Sandalen und mit dem Fotoapparat um den Hals zum Gipfelsturm ansetzt. Es sind auch Sportarten wie Gleitschirmfliegen, Rafting, Skitourengeher, Canyoning oder Eisklettern, die die Bergrettung vor erhebliche zusätzliche Herausforderungen bei der Rettung von Verletzten stellen. „Viele der schwierigsten Einsätze passieren, wenn keine Flugrettung durch Schneefall, Regen, Nebel oder auch in der Nacht möglich ist“, so Landesleiter Estolf Müller. „Wir sind stolz darauf, dass unsere Mitglieder auch in solchen Situationen bereit sind - bei Tag und Nacht - jeden Tag im Jahr ihren Einsatz für die Sicherheit der Menschen in den Bergen ehrenamtlich zu leisten.“

Ehrenamtlich und in Freizeit
Deshalb meint auch Generaldirektor Reibersdorfer abschließend:„Raiffeisen unterstützt die Bergrettung, weil die Menschen, die dahinter stehen, vorbildlich sind. Sie alle haben Familie, einen Beruf, ein normales Leben, das sie fordert. Und trotzdem sind sie bereit, einen Großteil ihrer Freizeit zu opfern, um anderen zu helfen. Und das, was sie dabei erleben, geht oft an die Substanz, an die Nieren. Vor allem, wenn Kinder und Jugendliche betroffen sind. Und man darf eines nicht vergessen: Für das, was Frauen und Männer der Bergrettung leisten, kriegen sie keinen Cent, sie machen das alles ehrenamtlich.“

(Bericht von der Pressekonferenz am 10. April 2008 - zusammengestellt von Markus Zott und Maria Riedler)

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