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Pongau: Großübung der Einsatzorganisationen am 4. September

Am Samstag, 4. September fand im Raum Lend – Schwarzach eine groß angelegte Unfallübung aller Einsatzorganisationen statt.

Annahme war das Kentern von drei Raftingbooten auf der Hochwasser führenden Salzach zwischen Lend und Schwarzach, die mit insgesamt 30 Personen besetzt waren. Die Bootsinsassen wurden flussabwärts getrieben und waren an vier Stellen unter teilweise schwierigen Bedingungen durch Wasserrettung,Feuerwehr und Bergrettung zu bergen. Das Rote Kreuz versorgte mit Sanitätern und Notärzten die „Patienten“, die Polizei leistete Sicherheits- und Erhebungsdienste.

An der Übung beteiligten sich 260 Einsatzkräfte der Wasserrettung, der Feuerwehren, der Bergrettung, der Polizei und des Roten Kreuzes aus den Bezirken Pongau und Pinzgau. Als Opfer stellten sich Mitglieder der Flachgauer Wasserrettungen zur Verfügung. „Angehörige“ der Opfer wurden vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.

Die Bergrettung war mit 33 Bergrettern an drei Unfallstellen beteiligt.

Bei der "73-er Brücke" nahe dem Dientner Graben gab es die größte Unfallstelle.
Die Canyoninggruppe Süd hatte die Aufgabe gemeinsam mit der Wasserrettung die verunfallten Rafter zu bergen.
Eine Übungsannahme - nach einer wahren Gegebenheit – war, dass ein Raftingteilnehmer aufgrund seines Schockzustandes eine steile felsdurchsetzte Wand hinaufgeklettert ist, um so weit wie möglich vom Wasser weg zu sein. Diese Person musste von der Bergrettung Dienten aus der Wand abgeseilt werden. Mittels einer Seilbrücke, die von der Canyoninggruppe installiert wurde, wurde der geschockte Rafter ans andere Ufer gebracht.

Bei der Mündung der Gasteiner Ache in die Salzach waren drei Verletzte über eine steile Mauer zu bergen. Für diese Bergung wurde ebenfalls die Bergrettung angefordert.

Etwa 400 Meter flussabwärts fühlte sich ein Bootsführer für den Unfall verantwortlich und verkroch sich im Wald, wo er von Mitgliedern der Hundestaffel gesucht und gefunden wurde.

Bericht: Coen Weesjes, Bezirksleiter Stv. Pongau und
Helmut Sendlhofer, RK-Bezirksrettungskommandant

357 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
444 Einsätze
(2020 aktuell)
1428 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)