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Pongau: Bergretter im Dauereinsatz bei Aufräumarbeiten

Die Situation im südlichen Pongau soll sich laut Landesgeologe Gerald Valentin am Wochenende entspannen. Für die Bergrettung gehen damit Tage mit ungewöhnlichen Einsätzen zu Ende.

Grossarler Bergretter bei der Evakuierung von Personen

Das Unwetter der vergangenen Tage hat bleibende Spuren hinterlassen. Entspannung ist laut Landesgeologe Gerald Valentin erst am Wochenende in Sicht. Für die Bergrettung, wie etwa für die Ortsstelle Hüttschlag, gehen damit Tage mit ungewöhnlichen Einsätzen, zu Ende.

"Wenn man drei Tage durchgehend im Einsatz ist, kommt man an seine Grenzen. Zu bewältigen war der Dauereinsatz nur durch den guten Zusammenhalt meiner Kameraden und in der Gemeinde. Die Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr war perfekt", ist Ortsstellenleiter Markus Rettenwender froh, dass sich die Lage langsam entspannt. Bis zu 29 Bergretter seiner Ortsstelle waren im täglichen Einsatz.

Einsätze Hüttschlag: Montag,18.11., 07:40 Uhr:
Einweisung Hubschrauber für Abtransport von einer verletzten Person am Seilsitzberg
Unterstützungseinsatz für die Freiwillige Feuerwehr Hüttschlag:

  • Bereich Maurerhäusl: Ausschneiden, Ausräumen der Zufahrt und des Hauses, Unterstützung bei Baggerarbeiten
  • Unterstützung Forstarbeiten für Zufahrt Deponie Auwei
  • Ablöse Kontrollposten Mure äußere Wolfau
  • Lieferung Mittagessen für Seniorenheim von Großarl nach Hüttschlag für Pflegebedürftige
  • Unterstützung FF Keller auspumpen
  • Unterstützung FF bei Straßenreinigung im Bereich Neuhof
  • Erkundungsfahrten mit OFK und Bgm.
  •  Lieferung von Material von FF Großarl nach Hüttschlag
  • Unterstützung bei Baggerarbeiten im Bereich Süssgut und Seilsitzberg
  • Lieferung Pflegebett für pflegebedürftige Person vom Seniorenheim Großarl nach Hüttschlag

17.11.2019

Besonders angespannt ist die Situation in Hüttschlag. Hier sind mehrere Muren abgegangen und 20 Bergretter sind gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr bereits den ganzen Tag im Einsatz. „Es gab mehrere Murenabgänge und auch eine – durch eine Mure - verletzte Person am Seilritzberg (Karteis)“, sagt der Ortsstellenleiter von Hüttschlag, Markus Rettenwender, der auf eine Bergung mittels Hubschrauber morgen Früh hofft. Die Hüttschlager Bergretter sind mit einem Bergrettungsarzt noch immer im Einsatz und unterstützen auch die Freiwillige Feuerwehr. Viele Straßen sind in Hüttschlag gesperrt und im Talschluss zahlreiche Bewohner abgeschnitten.

In Grossarl standen heute ebenso 25 Bergretter im Einsatz: Sie evakuierten insgesamt elf Personen aus drei Häusern, nachdem eine Brücke nicht mehr passierbar war. In den Räumlichkeiten der Bergrettung wurde der Katastophenzug des Roten Kreuzes untergebracht; derzeit stehen die Bergretter in Grossarl nur mehr in Einsatzbereitschaft.
Im Gasteinertal sind alle Bergretter aus drei Ortsstellen (Dorfgastein, Bad Hofgastein und Bad Gastein) derzeit nur mehr in Einsatzbereitschaft: Besonders betroffen war heute Bad Hofgastein. Hier standen 20 Bergretter bei mehreren Murenabgängen im Einsatz: Im Angertal (gesperrt) und am Faschingberg sind Muren neben Häusern abgegangen. Verletzt wurde niemand. Bei einem Murenabgang in Hofgastein wurde ein Bergretter auf einem Quad von einer Mure erfasst. Er konnte sich mit einem Sprung vom Quad in letzter Sekunde noch retten. Die Straße nach Bad Gastein ist derzeit gesperrt.
 

74 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
107 Einsätze
(2020 aktuell)
1407 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)