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Pinzgau/Unken: Schwierige nächtliche Bergung zweier Kletterer

Zwei polnische Kletterer wurden in einer fordernden Kletterroute verletzt und mussten in der Nacht von Samstag auf Sonntag von der Bergrettung geborgen werden.

Die Bergrettung Unken wurde Samstagabend um 18:17 Uhr darüber verständigt, dass zwei polnische Kletterer im Alter von 24 und 25 Jahren in der sogenannten Alpawand in der Route „Earth and Heaven" (bis7 + Schwierigkeitsgrad, 550 Klettermetter und 17 Seillängen) nicht mehr weiterkämen. 
Die Polen waren in der letzten Seillänge aufgrund eines Steinschlages und einem damit verbunden Sturz ins Seil verletzt worden. Da zum Zeitpunkt der Alarmierung Nebel am Berg herrschte, konnte der Hubschrauber nicht zu den verunglückten Personen vordringen.
Bergretter der Ortsstellen Unken, Lofer und Saalfelden stiegen daher mit Unterstützung von zwei Alpinpolizisten bis zum Gipfel der Alpawand auf.

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Lofer leuchteten von der gegenüber gelegenen Talseite mit einem eigens für das Untere Saalachtal angeschafften Suchscheinwerfer die Wand aus. 
Gegen 23:30 Uhr konnten dann abgeseilte Bergrettungsmänner Kontakt mit den verunfallten und verletzten Kletterern aufnehmen. Diese wurden anschließend zum Gipfel hin geborgen und vom anwesenden Notarztes der Ortsstelle Unken medizinisch versorgt.


Nachdem die beiden Personen mit Wärmepackungen (Unterkühlung) und Tee sowie Verpflegung soweit stabilisiert wurden, stiegen diese mit Unterstützung der Bergretter ins Tal ab. Dabei musste der Abstieg aufwändig gesichert werden. Gegen 02:45 Uhr wurden die verletzten Personen dem Roten Kreuz übergeben und ins Krankenhaus gebracht. Insgesamt waren 31 Personen der Bergrettung, zwei Alpinpolizisten und drei Feuerwehrmänner am Einsatz beteiligt.

 

Fotos Bergrettung Unken
 

 

 

 

 

641 Geborgene Personen
(2019 aktuell)
702 Einsätze
(2019 aktuell)
1416 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2019 aktuell)