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Ödenwinkelscharte: Schneebrett verursachte Absturz eines Bergführers

Ein holländischer Bergführer stürzte durch einen kleinen Schneebrettabriss im Bereich der Ödenwinkelscharte über steiles felsiges Gelände.

Am Donnerstag, 28. April, ging bei der Bergrettung Enzingerboden um 12:54 Uhr eine Alarmierung durch das Rote Kreuz Zell am See ein: Ein Skitourengeher sei durch einen Lawinenabgang verschüttet worden.

Im Bereich der Ödenwinkelscharte, in einer Seehöhe von 3150 m, wurde ein 37-jähriger niederländischer Bergführer bei der Abfahrt von der Ödenwinkelscharte auf das Ödenwinkelkees von einem kleinen Schneebrett mitgerissen. Er wurde dabei nicht verschüttet, sondern stürzte über extrem felsiges Gelände. "Er dürfte dabei wirklich Glück gehabt haben. Obwohl er mindestens 200 Meter tief stürzte, waren seine Verletzungen nicht lebensbedrohlich", so Franz Waltl, Ortsstellenleiter der Bergrettung Enzingerboden.

Seine beiden Begleiter, ebenfalls Niederländer, setzten einen Notruf ab. "Die beiden konnten nicht zum Verletzten gelangen, da das Gelände sehr steil, felsig und eisig war", schildert Franz Waltl. Allerdings waren die beiden in Rufkontakt mit dem verletzten Bergführer, der dann von der Mannschaft des Alpin Heli 6 geborgen wurde. Der Hubschrauber flog ihn zur Rudolfshütte, wo er nach einer Erstversorgung anschließend ins KH Zell am See gebracht wurde. 

Danach flog der Rettungshubschrauber Alpin Heli 6 Bergretter der Ortsstelle Enzingerboden in den Bereich der Ödenwinkelscharte. Franz Waltl: "Bergretter unserer Ortsstelle und ein Alpinpolizist seilten die beiden Niederländer aus dem schwierigen Gelände ab ". Der Hubschrauber des Innenministeriums flog sie im Anschluß ins Tal.

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