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Obertauern: Vier Stunden in Lawine überlebt

"Unser Osterwunder": Ein Skilehrer überlebte einen Lawinenabgang in Obertauern, obwohl er erst nach vier Stunden gefunden wurde.

Schwierige Taubergung durch Martin 1

Direkt unter Hubschrauber ist Unfallstelle

Alle Bilder Coen Weesjes

Der Skilehrer kam nach seiner Mittagspause vom Skifahren nicht zurück, deshalb wurde die Bergrettung Obertauern um 15:10 Uhr alarmiert. Erste Erhebungen ergaben, dass der 30-jährige Halleiner um etwa 12:30 Uhr mit der Sesselbahn „Gamsleiten 1“ raufgefahren war.


Zwölf Bergretter aus Obertauern und 25 Skilehrer machten sich auf die Suche nach dem Vermissten und fanden gegen 17 Uhr einen Skistecken.

Bergretter befuhren das schwer zugängliche und aufgrund der Lawinensituation gefährliche Gebiet und konnten mittels LVS-Ortung den Skilehrer dann relativ rasch finden. Er dürfte über drei bis vier Lawinenabsperrungen mitgerissen worden sein und wurde - obwohl er seinen Lawinen-Airbag noch auslösen konnte - komplett verschüttet.

 

Sofort ansprechbar
Obwohl der Mann aus Hallein mit seinem Kopf voran etwa 30 bis 40 Zentimeter tief im Schnee steckte, war er bei seiner Bergung nach vier Stunden gleich ansprechbar. Er hatte eine Atemhöhle und war stark unterkühlt.

 

Der Skilehrer dürfte abseits der Pisten eine Variantenfahrt unterhalb der „Herbertspitze“ - links von Gamsleitenbahn - gewählt haben und wurde wahrscheinlich nach 13:00 Uhr dort von einer kleinen Lawine erfasst.

 

Seine Körpertemperatur betrug 34 Grad. Er wurde - trotz schwieriger Wetterbedingungen - mithilfe eines Taus vom Notarztteam des Rettungshubschraubers Martin 1 geborgen und ins Krankenhaus nach Schwarzach im Pongau gebracht.

 

Alle Fotos: Coen Weesjes

 

 

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