Zum Hauptinhalt springen

Nächtlicher Einsatz für die Bergrettung Unken

Nächtliche Hilfe für deutsche Studenten, die sich in äußerst unwegsames Gelände verstiegen hatten.

Die Gegend beim Wildalphorn

Ortsstellenleiter Hohenwarter (Fotos: Bergrettung/Riedler)

Drei deutsche Staatsbürger, zwei 28- und 29-jährige Studentinnen und ein 19-jähriger deutscher Schüler riefen am Mittwochabend, dem 7. Oktober, die Bergrettung Ortsstelle Unken zu Hilfe:
Nach einer Wanderung von der Winkelmoosalm über die Finsterbachalm auf den Gimplingsattel über den Grat auf das Wildalphorn (1735 m ) und weiter auf die Kreuzschneid (1669 m) hatten sich die drei verirrt. Beim Abstieg von einem vermeintlichen Steig Richtung Staubbachfall kamen sie in steile Gräben und konnten schließlich in einer Höhe von etwa 1360m nicht mehr weiter nach unten, dichte Latschen behinderten zusätzlich ihren Weg.

Eine Studentin war außerdem dermaßen erschöpft, dass sie auch den Weg zurück nicht mehr schafften konnte. Deshalb setzen sie gegen 20:33 Uhr einen Notruf ab. Die Bergrettung Unken stieg mit sieben Mann und zwei Alpinpolizisten auf. Durch Unterstützung der Flugeinsatzstelle Salzburg konnten die drei Deutschen schließlich geortet werden. Die Suchscheinwerfer des Polizeihelikopters "Libelle" unterstützte die Suchmannschaft beim Weg über das sehr steile und unwegsame Gelände bis an den Ort der Verirrten, auf deutschem Staatsgebiet.

Die erschöpfte Studentin wurde vom Bergrettungsarzt erstversorgt. Die Polizeieinsatzzentrale in Rosenheim wurde über den Sachverhalt verständigt. Da eine terrestrische Bergung über das unwegsame Gelände fast unmöglich erschien, und der Österreichische Hubschrauber eine Bergung nicht durchführen konnte, wurde der deutsche Polizeihubschrauber Edelweiß 9 angefordert. Durch hervorragende Leistungen der Hubschrauberstaffel konnten die drei Verirrten und die sieben Mitglieder der Bergrettung Unken ausgeflogen werden, den Helfern wurde dadurch ein sehr beschwerlicher und gefährlicher Rückmarsch erspart. Die drei in Bergnot geratenen Personen wurden von der PI Lofer nach Winkelmoos zur Sonnenalm, gebracht. Der Einsatz war am 8.10.2009 um 03:30 Uhr abgeschlossen.

Hans Hohenwarter, Ortsstellenleiter Unken

363 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
455 Einsätze
(2020 aktuell)
1428 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)