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Mühlbach: nächtlicher Einsatz Birgkar

Bergretter aus Mühlbach bargen letzten Samstag fünf Ungarn aus Bergnot im Birgkar

Die fünf Ungarn werden...

...sicher ins Tal begleitet.

"Versorgung" der anderen Art: ein in Auflösung begriffener Turnschuh

Fünf Ungarn waren um acht Uhr morgens über den Klettersteig "Königsjodler" aufgestiegen. Bei ihrem Abstieg über das Birgkar kamen sie in die Dunkelheit. Um acht Uhr abends alarmierten sie die Bergrettung. Die Männer der Ortsstelle Mühlbach stiegen auf. Mehr als 10 Bergretter waren im Einsatz. Sie begleiteten die fünf Bergsteiger sicher ins Tal. Um  ein Uhr in der Früh konnten der Einsatz beendet werden.

 

Mit Turnschuhen im Birgkar

"Die fünf Ungarn waren teilweise mit Turnschuhen im Birgkar unterwegs und hatten keine Stirnlampen dabei", wundert sich Ortsstellenleiter Thomas Knöpfler über die schlechte Ausrüstung der Bergsteiger. "Für uns war das heuer bereits der sechste Einsatz in diesem Gebiet. Dabei mussten wir zwei Tote bergen", weist Thomas Knöpfler auf die hohen Anforderungen bei der Begehung des Königsjodlers und des Birgkars hin.

 

Königsjodler - längster Klettersteig Österreichs

Der Klettersteig „Königsjodler" wird als der längste Klettersteig Österreichs beschrieben. Die Schwierigkeit des Königsjodlers liegt besonders in der Länge und der Höhe des Klettersteigs. Immer wieder werden die Bergretter zu Einsätzen gerufen.

 

Birgkar - gefährlicher An- und Abstieg

"Auf keinen Fall darf man den Abstieg durch das Birgkar unterschätzen. Von vielen wird er durch den häufigen Steinschlag und das abschüssige Schroffengelände als der gefährlichste Teil der Tour gesehen", macht sich Roman Kurz, Hüttenwirt am Matrashaus, seine Gedanken.

 

Das Birgkar ist ein alpiner Steig im Schrofengelände. Schotterbedeckte Felsplatten, auch im August oft noch steile Schneefelder und große Steinschlaggefahr machen das Birgkar zu einem nicht zu unterschätzenden Steig. Fast die ganze Strecke befindet man sich im Absturzgelände. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt erforderlich.

 

Bericht: Knöpfler / Hutticher

Bilder: ÖBRD, OS Mühlbach

340 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
428 Einsätze
(2020 aktuell)
1429 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)