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Lungau: Mit dem Heli auf den Lawinenkegel

Winter-Bezirksübung der Lungauer Bergrettung mit Suche nach achtzehn „Verschütteten“ am Silbereck

Das Einsatzgebiet unterhalb des Silbereck-Gipfels – auf dem „Lawinenkegel“ suchten Bergretter und Soldaten in vier Sondiermannschaften nach achtzehn „Verschütteten“. (Foto: Estolf Müller/Bergrettung Salzburg)

Ein Verschütteter wurde in einer Tiefe von drei Meter gefunden – es war Bergrettungsmann Markus Hohenwarter, der zu Übungszwecken unter den Schneemassen ausharrte. (Foto: Kocher/Bergrettung Tamsweg)

Die Versorgung der Lawinenopfer im hochalpinen Gelände war eine weitere Herausforderung für die Retter. (Foto: Estolf Müller/Bergrettung Salzburg)

Eine der vier Sondiermannschaften: Es ist die letzte Möglichkeit der Suche nach „Opfern“, die kein lebensrettendes LVS-Gerät mit sich führen. (Foto: Kocher/Bergrettung Tamsweg)

Eine intensive Trainingseinheit absolvierte die Lungauer Bergrettung auf 2.500 Metern Seehöhe in Hintermuhr/ Gemeinde Muhr im Lungau. Diesmal wurde das Szenario der Vermisstensuche nach einem Lawinenunglück in Zusammenarbeit mit dem Bundesheer geprobt.

Der Einsatzablauf bei einem Lawinenereignis kann nicht oft genug trainiert werden. Demnach stand die Suche nach Verschütteten auch im Mittelpunkt der Winter-Bezirksübung der Lungauer Bergrettung am Silbereck. Die Aufgabe für die Bergretter und die Soldaten, die per Helikopter auf den rund vierhundert Meter langen und fünfzig Meter breiten „Lawinenkegel“ transportiert wurden: Suche nach achtzehn „Verschütteten“ in den Schneemassen.

Drei Möglichkeiten der Suche
Mehr als 110 Männer und Frauen von Bergrettung, Bundesheer, Alpinpolizei und Feuerwehr bildeten das Großaufgebot an Einsatzkräften. Ausgerichtet wurde die Winter-Bezirksübung von der Bergrettungs-Ortsstelle Muhrdrei Kameraden hatten zur Vorbereitung sogar am Berg biwakiert! Die Suche nach insgesamt achtzehn „Verschütteten“, inszeniert mittels zehn LVS-Geräten, drei Personen und fünf Puppen, gestaltete sich nach drei Varianten: Per LVS-Gerät, mit Suchhunden sowie per Sondierung.

Training des Einsatzablaufes mit Hubschrauber
Zweiter, und im Gegensatz zum Ablauf des Lawinensucheinsatzes seltener trainierter Schwerpunkt: Das korrekte Verhalten der Retter beim Einsatzablauf mit dem Hubschrauber. Hierfür standen Helikopter des Innenministeriums sowie des Bundesheeres zur Verfügung. „Es ist wichtig, die Vorgehensweise bei Hubschrauber-Unterstützung sorgfältig zu üben. Hier geht es ums Einweisen des Hubschraubers im Landeanflug und um das richtige Ein- und Aussteigen der Einsatzkräfte“, erklärte Laireiter, „wichtig ist vor allem auch, dass jeder Kamerad, der auf den Berg geflogen wird, namentlich registriert ist.“
Dazu kommt die LVS-Kontrolle – zur Sicherheit der Retter wird sichergestellt, dass das LVS-Gerät mitgeführt wird.
Der Lungauer Bergrettungschef Laireiter war mit dem Verlauf und dem Ergebnis der Übung sehr zufrieden: „Das Übungsziel konnte vollends erreicht werden. Die Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen ist vorbildlich, lobenswert ist außerdem die große Disziplin der Einsatzkräfte.“

Andrea Kocher/Bergrettung Tamsweg

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