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Lungau: Gleich drei Einsätze am Wochenende

Bei schlechter Sicht die Orientierung verloren und sich im Gelände verirrt - das waren die Ursachen für die vergangenen Einsätze im Lungau.

ST. MARGARETHEN (21.1.2012). Da er im freien Gelände am Aineck / Gemeinde St. Margarethen in Bedrängnis geriet, setzte ein alpinerfahrener Schitourengeher aus Kärnten am späten Nachmittag des vergangenen Samstag per Handy einen Notruf ab. Der gebürtige Niederösterreicher hatte im extremen Schneesturm völlig die Orientierung verloren. Zum Glück konnte er den Bergrettern seinen ungefähren Standort dank einer Wegmarkierung – im Gebiet „Teuerlnock“, auf rund 2.100 Metern Seehöhe – übermitteln. Mittels GPS stiegen 15 Bergretter der Ortsstellen Tamswegund Ramingstein durch den Schneesturm und bei schlechten Sichtverhältnissen zum Verirrten auf. Er konnte bei Einbruch der Dunkelheit gefunden werden. Der Mann war den Umständen entsprechend in guter Verfassung. Begleitet von den Helfern konnte er noch eigenständig zur Talstation der Aineckbahnen abfahren.


THOMATAL (20.1.2012). Ein vorzeitiges Ende fand eine Suchaktion in Schönfeld tags zuvor, am Freitag. Kurz vor 13 Uhr wurden die Tamsweger Bergrettungskameraden, unter der Einsatzleitung von Ortsstellenleiter-Stv. Rupert Seitlinger, über eine vermisste Schitourengeherin im Gebiet „Klölingnock“ informiert. Die Frau hatte sich trotz des starken Schneefalls und der immer schlechter werdenden Sichtverhältnissen beim Aufstieg von ihrer Gruppe, insgesamt vier Personen, getrennt. Zurück im Tal nahmen ihre Kollegen nach einer gewissen Wartezeit an, dass sie vom Weg abgekommen war. Während die Bergretter den Einsatz starteten, fand die Frau selbst zurück.


WEISSPRIACH (22.1.2012). Ähnlich gestaltete sich der Einsatz gestern, Sonntag, für die Bergrettung Mauterndorf. Ortsstellenleiter Andreas Macheiner und seine Kameraden wurden zu einem Sucheinsatz im Gebiet Fanningberg alarmiert. Ein Urlauber war zu Fuß vom Fanningberg in Richtung Weißpriach unterwegs. Er dürfte sich verirrt haben und hatte mit verzweifelten Hilferufen auf sich aufmerksam gemacht. Während für die Bergretter eine Suchaktion anlief, wurde dem Mann von einem Jäger aus seiner Notlage geholfen. Die Identität des Urlaubers ist bislang ebenso ungeklärt wie der tatsächliche Hintergrund, weshalb es zu der Einsatzalarmierung kam.



Berichte und Foto: Andrea Kocher/Bergrettung Tamsweg


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