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Lungau: 270 Einsatzkräfte bei länderübergreifender Übung

Die Übungsannahme war durchaus komplex und fordernd: Zwei Lawinen gehen im Prebergebiet an der Landesgrenze Salzburg und Steiermark ab, verschütten mehrere Personen, sowohl am Berg als auch unten im Bereich der Langlaufloipe sowie der Straße.

„Insgesamt hatten wir es mit 20 betroffenen Personen zu tun, zehn davon verletzt, sieben Todesopfer und drei Unverletzte“, beschreibt der Katastrophenschutzreferent der Bezirkshauptmannschaft Tamsweg. Geübt wurde absichtlich bis in die Dunkelheit hinein, denn „die Katastrophe wartet nicht, bis es wieder hell ist“, so der Einsatzleiter der Lungauer Bergrettung Hannes Kocher.

Zwei Länder und die Einsatzorganisationen Hand in Hand

Angeordnet hatte die Großübung Bezirkshauptfrau Michaela Rohrmoser. „Weil es mir in Absprache mit dem Bezirk Murau einfach wichtig war, dass der neue Digitalfunk BOS und das Zusammenspiel der beiden Bezirke Lungau und Murau geprüft wird“, so Rohrmoser. Unter der Federführung der Bergrettung arbeiteten das Rote Kreuz, das Österreichische Bundesheer, Polizei, Feuerwehr, Gemeinden und Bezirkshauptmannschaften Hand in Hand. Sie alle setzten die Bezirkshauptfrau vor Ort ins Bild, danach meinte sie: „Beeindruckend, wie sich hier alle engagieren und alles geben. Dafür bin ich sehr dankbar, es geht uns ja um die Sicherheit der Menschen.“

Erste Bilanz: Sehr gut, aber noch besser werden

Als die Übung um 17.30 Uhr beendet war, zog man erste Bilanz. „Großteils hat alles gut geklappt, auch der Digitalfunk hat tadellos funktioniert“, so alle Einsatzleiter einhellig. Allein bei der Funkdisziplin muss noch nachgeschärft werden, da es einige Änderungen zum ,alten‘ Funk gibt“, resümieren Katastrophenschutzreferent Philipp Santner und sein Stellvertreter Martin Lohfeyer. Zusammen mit den steirischen Kollegen wird Ende Jänner noch einmal alles genau nachbesprochen. Das erworbene Wissen fließt in kommende Einsätze bei Ernstfällen ein.

Alle Bilder: Bergrettung/A. Kocher

87 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
124 Einsätze
(2020 aktuell)
1407 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)