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Lawinenunglück Neukirchen

Im Bereich des Wildkogels/Neukirchen (Pinzgau) wurde ein finnischer Snowboarder von einer Lawine verschüttet und erst nach längerer Suche geborgen.

Die Neukirchener Bergretter wurden um etwa 10:45 Uhr zu einem Lawinenabgang im Gebiet des Wildkogels alarmiert. Drei finnische Snowboarder waren etwa um 10 Uhr im Bereich der Frühmesser-Scharte in Richtung Dürnbachtal abgefahren.

Die drei Männer fuhren alle einzeln die etwa 500 Höhenmeter von der Scharte ab“, schildert Hans-Peter Stotter, Ortsstellenleiter der Bergrettung Neukirchen. Unten angekommen, bei der Steiner Hinteralm (1712m) vermissten sie den als Erstes abgefahrenen Snowboarder und alarmierten die Einsatzkräfte. Dafür musste einer der Finne abfahren, da keine Mobilfunkverbindung bestand.

„Wir sind mit dem Hubschrauber das Gebiet abgeflogen und haben geschaut, wo die Finnen abgefahren sind. Nachdem wir den Abfahrtsbereich entdeckten, habe ich meine Leute in verschiedenen Trupps zur Suche ins Gelände geschickt“, so Stotter.

Zu viel Zeit verstrichen
In diesem Gebiet sind nämlich in den vergangenen Tagen und Stunden mehrere Lawinen abgegangen. Eine Suchmannschaft stieg vom Frühmessergipfel nordwestwärts Richtung Scharte und Dürnbachtal und konnte einen Schneebrettabgang entdecken. Die Bergretter durchsuchten mittels LVS-Gerät die Lawine und fanden schließlich um etwa 13:15 Uhr den verschütteten Finnen. Er wurde noch direkt auf der Lawine reanimiert und mittels Hubschrauber-Taubergung ins Tal geflogen und anschließend ins Krankenhaus Zell am See.
Leider verstarb er dort.

Im Einsatz waren 26 Neukirchener, 17 Mittersiller und 10 Krimmler Bergretter samt sechs Bergrettungshunde-Teams, Alpinpolizei und Alpin Heli 6 und Libelle.

 

Bericht: Maria Riedler
Foto: Tom Rohrmoser (Bergrettungshundeführer, OS Rauris)


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