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Lawinenhunde: Auf Kurs in Zauchensee

Bei der Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergrettung Salzburg hieß es in der vergangenen Woche wieder einmal: Theoretisch und praktisch trainieren und üben.

Für die Junghunde gab es einiges kennenzulernen, wie etwa für Personenspürhund-Nachwuchstalent "Nano" den Hubschrauberflug.

Ein starkes Pinzgauer Team: Saalfeldener Hundeführer Wolfgang Rieder und Arco.

Das erfahrene Pongauer Team Gerhard Reischl und Akira.

Aiko: Er findet alles, sei es auch noch so tief. Ein verlässlicher Partner des Tamsweger Hundeführers Helmut Aschbacher (alle Foto: Maria Riedler/Bergrettung Salzburg)

Je nach Ausbildungsstand der Hunde wurden die Hundeführer/innen in Zauchensee in verschiedene Gruppen mit Ausbildern eingeteilt:
Für die Jüngsten gab es eine eigene Junghundegruppe (bis fünf Monate) und eine A Gruppe unter der Leitung von Franz Kirchner, Franz Huttegger und Christian Binggl. Hier hieß es vor allem motivieren und sozialisieren: Die jungen Hunde bekamen ein kompaktes Ausbildungsprogramm und trainierten neben Suchmotivation und Anzeige wie immer Gehorsam, Gewöhnen an Sessel- und Schlepplifttransport, Motorschlitten und Pistengerät, sowie den Umgang mit Stress und Frustsituationen. Auch erste Hubschrauberflüge konnten dank der jährlichen Unterstützung unseres Bundesheeres mit einem Hubschrauber des Typs Alouette aus Aigen/Ennstal geflogen werden.
Die am Ende der Woche gezeigten Leistungen der jungen „Hundeteams“ waren dank einer intensiven Arbeitswoche mit unseren Trainern durchwegs sehr gut.

Vollgas für Einsatzteams
In der B-Gruppe fanden sich unsere neuen Einsatzhunde-Teams: Mit den erfahrenen Ausbildern Raimund Schiffer und Heini Laimer trainierte auch hier eine größere Gruppe die Lawinenverschüttetensuche, allerdings schon unter schwierigeren und durchaus realistischen Bedingungen. Der Lawinenkegel war übersichtlich und die Übungen während der Woche entsprachen einem Unfallgeschehen und mussten auch vom Hundeführer taktisch gelöst werden. Die Suchfeldgröße wurdeim Laufe der Woche von den Ausbildern langsam gesteigert und auf die Leistungsfähigkeit und Suchausdauer des jeweiligen Hundes wurde besonders geachtet.
Wie immer - egal bei welchen Wind- und Witterungsverhältnissen - waren im Gelände in der Skiregion Zauchensee auch die C und CW Gruppe, diesmal oft gemeinsam, unterwegs. Die erfahrenen Hundeteams der Bergrettung waren in zwei Gruppen aufgeteilt und standen dieses Jahr unter der Leitung der Pinzgauer Ausbilder Hias Schwabl (auch Bereichsleiter) und Andi Millinger und der Pongauer Bereichsleiter Hannes Hirscher und Norbert Hasenauer.

Training von Einsatzmaßnahmen
Die Teams hatten hier neben der selbständigen Beurteilung und Leitung von schwierigen Unfallsituationen und dem Auffinden mehrerer Menschen und Gegenstände in großen Lawinenfeldern noch viele Aufgaben zum Üben wie etwa die Durchführung zweckmäßiger Maßnahmen beim Fehlen eines Einsatzleiters über. Trainiert wurden die kompletten Einsatzmaßnahmen mit Erstellung eines Protokolls, Abseilen mit Hund im steilen, felsigen Gelände, extreme Sucharbeit, Beurteilung von Gefahren uvm. Zusätzlich am Programm stand ein Nachtbiwak und wie jedes Jahr ein Außenbord-Flug an der Seilwinde.

Geleitet wurde der Kurs heuer wieder vom Referenten Karl Egger und Stv. Helmut Mayerhofer und die Ausbildungsleitung unterstand Herbert Deutinger, der auch zusätzlich eine Spezial-Gruppe in der individuellen Personensuche - mit unserem 12 Wochen alten NachwuchstalentNano - betreute.

Umfangreiches Schulungsprogramm
Der Kurs wurde aufgewertet durch einen Besuch von LL Estolf Müller und Geschäftsstellenleiter Peter Gruber und wir danken den vielen Vortragenden, vor allem unserer Tierärztin Gabi Fiedler und LL Stv. Hannes Laner.
Unsere Junghundeführer bekamen abends spezielle Schulungen in kynologischem Wissen durch Ausbildungsleiter Herbert Deutinger.
Wie jedes Jahr feierten wir auch eine gemeinsame Messe mit unserem Kuraten Pfarrer Bernhard Rohrmoser in der Zauchensee-Kapelle.

Maria Riedler

 

549 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
628 Einsätze
(2020 aktuell)
1423 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)