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Lawinenabgang Werfenweng

Am Mittwochabend, dem 1 April, rückten gegen 19:30 Uhr 42 Bergretter aus Bischofshofen und Werfen, acht Hundeführer und drei Beamte der Alpinpolizei zu einem Lawineneinsatz in die sogenannte Leiweinrinne in Werfenweng aus.

50 Bergretter/innen waren im Einsatz nach einem vermutlichen Verschütteten nach einem Lawinenabgang in Werfenweng (Foto: aktivnews)

Nassschnee-Lawine Werfenweng (Foto: Sepp Oppeneiger/Bergrettung Werfen)

Zwei Tourengeher hatten den Abgang einer mächtigen Nassschnee-Lawine beobachtet und konnten einen weiteren Ski-Tourengeher - hinter sich im Aufstieg - nicht mehr ausmachen. Deshalb verständigten sie sofort die Einsatzkräfte.

Angeblich Verschütteter meldete sich
Kurz nach dem Beginn der Suche nach dem verschüttet geglaubten Tourengeher meldete sich der 56-jährige Pongauer, da er durch den Hubschrauber auf den Einsatz aufmerksam wurde, per Telefon.
Da dieser ausschließen konnte, dass sich noch weitere Personen in der Lawine befanden wurde die Suchaktion gegen 20:45 Uhr abgebrochen.

Der einheimische Tourengeher gab an, dass er von der Lawine im Randbereich mitgerissen wurde und etwa 200 Höhemeter mit der Lawine abfuhr. Er wurde nicht verschüttet und lediglich leicht verletzt. Er stieg selbständig ins Tal ab.

Am Einsatz waren 50 Einsatzkräfte der Bergrettung Bischofshofen, Werfen, acht Hundeführer, drei Alpinpolizisten und die Besatzung des Hubschraubers des Innenministeriums beteiligt.

Bitte an Tourengeher!
„Die großen Schneemassen, die heuer in den Bergen Salzburgs gefallen sind, verursachen aufgrund der Frühlingstemperaturen vermehrt Grundlawinen“.
Wir bitten darum, dass Menschen, die eine Lawine auslösen und unversehrt bleiben, sich umgehend bei der Polizei melden",
so Hannes Laner, stellvertretender Landesleiter der Bergrettung Salzburg. "Hätte sich dieser Mann nicht schlussendlich doch noch bei der Polizei gemeldet, hätte die Suchaktion - aufgrund der Größe der Lawine – noch weit in die Nacht gedauert".


Foto:aktivnews, Sepp Oppeneiger/Bergrettung Werfen

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