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Lawinenabgang in Saalbach

Auf der Nordseite des Zwölferkogels bei Saalbach lösten zwei Snowboarder ein Schneebrett aus.

Foto: Bergrettung Saalbach

Ein 31-jähriger deutscher Snowboarder war im Nordbereich des Zwölferkogels mit einem 44-jährigen Briten abseits der Pisten unterwegs gewesen. Dabei dürfte der Engländer ein Schneebrett losgelöst haben, und geriet unter die Schneemassen. Ein Beobachter des Abgangs forderte rasch Hilfe an.
Die Besatzung des im Einsatz befindlichen Hubschraubers Martin 6 empfingen die Signale vom LVS-Gerät des Verschütteten.
"Der Snowboarder wurde in einer schwer zugänglichen, steilen und felsdurchsetzten Rinne verschüttet", schilderte der Einsatzleiter der Hundeführer, Hias Schwabl. "Wir mussten zum Unfallsort durch sehr unwegsames Gelände abfahren. Trotzdem waren wir relativ schnell beim Verschütteten und haben ihn aus eineinhalb bis zwei Meter Tiefe ausgegraben und sofort mit der Reanimation begonnen," so Schwabl. Der Verschüttete wurde in die Klinik nach Innsbruck geflogen. Er dürfte eine kleine Atemhöhle gehabt haben; das Einsatzteam und der Notarzt hofften auf einen guten Ausgang, leider verstarb er im Laufe des späten Nachmittags in der Universitätsklinik in Innsbruck.
Sein Begleiter aus London kam mit dem Schrecken davon.

Ingesamt waren 15 Bergretter der Ortsstelle Saalbach und neun Hundeführer der Bergrettung im Einsatz.
Bergretter der Ortsstellen Saalfelden, Leogang und Zell am See standen in Alarmbereitschaft.

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