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Lawinenabgang auf Schmittenhöhe

Auf der Schmittenhöhe wurde ein Lawinenabgang mit eventuell beteiligten Kindern gemeldet.

Der Kapruner Bergretter und Hundeführer Raimund Schiffer war mit seinem Hund schnell vor Ort.

Obwohl vom Hund keine Verschütteten angezeigt wurden, wurde das Lawinenfeld noch gründlich sondiert.

Am Samstag, 7. März, wurden die Bergretter aus Zell am See, Kaprun und Fusch und die Lawinenhundestaffel gegen 14.30 Uhr alarmiert:

Gemeldet wurde, dass Skifahrer von der Gondel aus einen Lawinenabgang mit eventuell zwei bis drei verschütteten Kindern beobachtet hätten.
Die Pistenrettung teilte mit, dass in einer Seehöhe von etwa 1200 m eine Nassschneelawine abseits der Piste abgegangen war.
Der Kapruner Hundeführer Raimund Schiffer war mit seiner Lawinenhündin „Kyra“ bereits nach wenigen Minuten mittels Hubschrauber vor Ort.
„Kyra durchsuchte den überschaubaren Lawinenkegel von etwa 50 mal 50 Meter und zeigte keine Funde. Nachdem ich dann aber auch Einfahrts- und Ausfahrtsspuren entdeckte, konnte ich die sofortige Großalarmierung etwas stoppen, “ schildert der erfahrene Ausbilder und Bereichsleiter Stv.der Lawinenhundestaffel, Raimund Schiffer, die Situation vor Ort.

Gründliche Suche mit Sondierung

Nicht immer ist es für die Bergretter einfach, das Ausmaß eines Unglückes gleich abzuschätzen, deshalb wurden natürlich zur Vorsicht mehrere Ortsstellen und Hundeführer alarmiert und mittels Hubschraubern auch schnell zum Unglücksort gebracht. „Niemand kann bei solchen Alarmierungen das Ausmaß sofort erkennen, wir haben gehört, dass Kinder im Spiel sind und deshalb sind natürlich auch viele Bergretter und Hundeführer schnell vor Ort gewesen bzw. alarmiert worden. Zum Glück ist niemand verschüttet gewesen,“ resümmiert Raimund Schiffer.

Trotzdem wurde das Lawinenfeld noch gründlich sondiert; gleich daneben befand sich auch eine alte „Nassschneerutsche“.
Am Einsatz waren insgesamt drei Hubschrauber sowie Bergretter aus Kaprun, Zell am See und Fusch, neun Lawinen- und Suchhundeführer der Bergrettung, sowie Alpinpolizei und die FF Zell am See beteiligt.


Ahnliches Ereignis in Abtenau: Nassschneelawine Postalm

Auch in Abtenau wurden die Bergretter am 3. März, um 18.52 Uhr zu einem ähnlichen Vorfall alarmiert: Im Bereich Einberg wurde die dortige Postalmstraße von einer mächtigen Nassschneelawine auf einer Länge von 60 Meter ca. drei Meter tief verschüttet.

Da vorerst nicht sicher war, ob sich ein Fahrzeug unter den Schneemassen befindet, wurden Bergretter, Feuerwehr, Hundeführer und Alpinpolizei alarmiert.

Nach entsprechender Sondierung des gesamten Lawinenkegels, konnte um 21.35 Uhr Entwarnung gegeben werden.

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