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Lawinenabgang am Hochkönigmassiv

Beobachter des Lawinenabgangs bei den Mandlwänden lösten eine Großalarmierung der Bergrettung Pongau aus. Es dürften allerdings trotz widersprüchlicher Aussagen keine Menschen verschüttet worden sein.

Bilder: Gerhard Eder und Karl Egger

Am Sonntag, 09.03.2008 meldeten um 12.50 Uhr zwei Personen einen Lawinenabgang auf der Ostflanke der Mandlwand. Sowohl diese Beobachter, als auch in Folge weitere Augenzeugen, gaben an, dass eine bzw. mehrere Personen von der Lawine im Aufstieg erfasst worden wären.
Es folgte eine Großalarmierung seitens der Bergrettung: Bei diesem Einsatz waren über 100 Bergretter der Ortsstellen Mühlbach, Werfen, Bischofshofen, Dienten,St. Johann und Wagrain, 14 Lawinenhundeführer der Bergrettung, fünf Hundeführer der ARGE Suchhunde, drei Rettungshubschrauber (Martin1, Alpin 6, Innenministerium), Mitarbeiter des Roten Kreuz und ein Notfallpsychologe der Bergrettung innerhalb kürzester Zeit vor Ort im Einsatz.

Drei Hundeführer wurden sofort per Tau vor Ort geflogen.

Das Ausmaß der Lawine war groß, sie war zwar „nur“ etwa 12 Meter breit, allerdings etwa 150 Meter lang und teilweise vier bis fünf Meter tief, so der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, Sepp Hettegger.
„Das gesamte Gebiet war zu dieser Zeit außerdem sehr lawinengefährlich, in Folge ging noch eine weitere Nachlawine ab.“
Mittels Sondiermannschaften, Feinsuche (LVS-Geräte) und Suchhunden wurde der Lawinenkegel dann systematisch nach eventuell Verschütteten abgesucht.
Ein als vermisst gemeldeter Tourengeher tauchte wieder auf, trotzdem dauerte die Suche der Bergretter noch bis 18:20 Uhr an, da die Angaben der Augenzeugen sehr vage waren. „Der sehr geordnete und gut abgelaufene Großeinsatz konnte dann allerdings abgebrochen werden, da keine Abgängigen gemeldet wurden und keine Anzeichen für Verschüttete gegeben waren“, meinte Bezirksleiter Hettegger.

 

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