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Lawine verschüttete Eiskletterer

In der „Eisarena“ löste sich oberhalb eines Wasserfalles ein Schneebrett. Zwei Eiskletterer wurden teilweise verschüttet und verletzt. Sie konnten rasch von anwesenden Kameraden geborgen und von den alarmierten Einsatzkräften medizinisch versorgt werden.

Am 3. Februar 2008, gegen 08.15 Uhr, wurden zwei Salzburger Eiskletterer beim Einstieg zum Eisfall "Federweiß" (1580 m) in Badgastein-Anlauftal von einer über ihnen selbstauslösenden Staublawine (Bereich Mallnitzgrube) erfasst und zirka 150 Meter (80 Höhenmeter) mitgerissen. 
Zu diesem Zeitpunkt waren auch erfahrene Bergsteiger aus Kufstein/Tirol im Kessel. Sie beobachteten das Unglück, alarmierten die Einsatzkräfte und halfen bei der Bergung der teilweise verschütteten Bergsteiger, berichtet Ortsstellenleiter Roland Pfund.

Der Vorfall ereignete sich unterhalb des vereisten, 180 Meter hohen Wasserfalles „Federweiß“, so Roland Pfund. Zwei Rettungshubschrauber standen im Einsatz. Ein Arzt wurde vom Helikopter „Martin“ der Firma Knaus an der Unfallstelle abgesetzt. Ein Notarztteam des „Christophorus 6“ aus Zell am See nahm wegen des starken Föns eine Seilbergung vor. Beide Kletterer wurden verletzt, einer der beiden etwas schwerer - er musste ins UKH nach Salzburg gebracht werden. 

In der Gruppe von Sportlern, die sich zwischen den Wasserfällen „Federweiß“ und „Moortor“ aufgehalten haben, waren neben den beiden Tiroler Bergsteigern noch zwei Tschechen und Deutsche. Sie wollten den „Federweiß“ hochsteigen und konnten sich noch gerade rechtzeitig unter dem Fall schützen.

An dem Einsatz waren noch etwa 25 Mitglieder der Bergrettung, sechs Hundeführer und Alpinpolizisten beteiligt. Die angeforderte Lawinenhundestaffel des Bezirks Pongau konnte wieder heimgeschickt werden.
 

363 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
455 Einsätze
(2020 aktuell)
1428 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)