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Kuratorium für Alpine Sicherheit: Helmmoral 2008/09 wieder stark gestiegen

Deutliche Abnahme der Kollisionsunfälle, aber Zunahme der tödlichen Pistenunfälle.

Im vergangenen Winter sind 44 Personen im organisierten Skiraum ums Leben gekommen.

Bereits jede zweite Wintersportlerin bzw. jeder zweite Wintersportler verwenden einen Helm, wie natürlich auch der Pistendienst der Bergrettung.

Kollisionsunfälle haben um 26 Prozent abgenommen.

Innsbruck, 11. Mai 2009. Im vergangenen Winter sind 44 Personen im organisierten Skiraum ums Leben gekommen. Im Vergleich zum Winter 07/08 gibt es eine deutliche Abnahme an Kollisionsunfällen um 26 %. Das stellen das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit und die Alpinpolizei in ihrer Bilanz über die Unfälle auf Österreichs Skipisten über den vergangenen Winter fest.

Die Alpinunfallstatistik wird in enger Zusammenarbeit zwischen Alpinpolizei und Österreichischem Kuratorium für Alpine Sicherheit erstellt. Im organisierten Skiraum erheben ca. 500 Alpinpolizisten Unfälle mit Verdacht auf Fremdverschulden sowie tödliche Alpinnotfälle. Somit umfasst die Statistik hauptsächlich Kollisionsunfälle. Am gesamten Unfallgeschehen auf Skipisten beträgt der Anteil der Kollisionsunfälle ca. 10 % - bei ca. 90 % aller Pistenunfälle handelt es sich um Stürze ohne Fremdeinwirkung.

Weniger Kollisionen
Laut den Erhebungen ereigneten sich im Winter 2008/09 2.912 (Kollisions-)Unfälle mit 5.197 Personen. Karl Gabl – Präsident des Kuratoriums für Alpine Sicherheit berichtet: „Dies bedeutet eine Abnahme um 26 % bei gleichzeitiger Zunahme der Skitage bzw. Skifahrer. Diese Zahlen bestätigen den Trend, den bereits einige Krankenhäuser vor Ostern veröffentlicht haben.“ Ob der Rückgang an selbstverschuldeten Unfällen ähnlich stark ist, wird der Österreichische Skiverband nach Abschluss seiner Untersuchungen im Herbst präsentieren.

Mehr Tote
Laut Hans Ebner von der Alpinpolizei sind 44 Personen 2008/09 im organisierten Skiraum ums Leben gekommen. Im Vergleich zu 2007/08 sind dies um 10 Personen mehr. Bei jedem zweiten tödlichen Alpinnotfall handelte es sich um einen internen Notfall wie Herzinfarkt (23 Personen), 9 Personen verstarben nach einem Sturz ohne Fremdeinwirkung. Weiters ereigneten sich 7 tödliche Kollisionsunfälle und in 5 Fällen verstarben die Personen nach einem Aufprall auf ein feststehendes Hindernis.

691 Skifahrer und Snowboarder waren im vergangenen Winter fahrerflüchtig. Dazu Hans Ebner – Leiter der Alpinpolizei:„Bei jedem fünften Kollisionsunfall handelte es sich um einen Fahrerfluchtunfall. In den vergangenen Jahren betrug der Anteil der Fahrerflüchtigen 25 %. Damit ist ein leichter Rückgang an Fahrerflüchtigen zu beobachten.“

Die Daten belegen auch eine Zunahme der „Helmmoral“. Bereits jede zweite Wintersportlerin bzw. Wintersportler verwenden einen Helm. Karl Gabl berichtet: „Vor zwei Jahren verwendeten nur 56 % der Kinder einen Skihelm, heuer waren es bereits 77 %. Dies ist ein sehr erfreulicher Trend, den es weiter fortzusetzen gilt.“ Einen deutlichen Unterschied gibt es zwischen österreichischen Kindern (87 %) und Kindern anderer Nationalitäten (71 %).

Gemeinsam erfreut zeigen sich der Österreichische Skiverband, der Österreichische Bergrettungsdienst und das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit über die Zurückhaltung der Bundesländer Tirol und Vorarlberg bei der Einführung der gesetzlichen Helmpflicht auf Skipisten. Tirol und Vorarlberg wollen weiterhin das Verantwortungsbewusstsein jeder einzelnen Schneesportlerin bzw. Schneesportlers fördern. Eltern obliegt weiterhin die Verantwortung deren Kinder nur mit Helm auf die Piste zu schicken.

Informationen des Kuratoriums für Alpine Sicherheit - Link zur Homepage

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