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Königsjodler: Schwieriger nächtlicher Einsatz

Dientener Bergretter bargen zwei deutsche Bergsteiger bei Schlechtwettereinbruch vom Königsjodler-Klettersteig.

Einsatz bei Gewitter und Schneetreiben (Fotos Bergrettung Dienten)

Der Einsatz dauerte bis weit nach Mitternacht

Archivbild (Sepp Schiefer/Bergrettung Bischofshofen)

Zwei 43-jährige deutsche Staatsangehörige stiegen am 27. August, gegen 09:00 Uhr, trotz des angekündigten Kaltfronteinbruches im Hochkönigmassiv, in den mit sehr schwierig bewerteten Klettersteig „KÖNIGSJODLER“ ein.

Kaltwetterfront mit heftigen Gewittern und Schneefall
Während sich die beiden Kletterer noch im unteren Drittel des Klettersteiges, in einer Seehöhe von ca. 2.600 m befanden, zog die Kaltfront, begleitet von Gewittern und Starkregen, auf. Dabei wurden die beiden Kletterer von den Ausläufern eines Blitzschlages getroffen und waren nicht mehr in der Lage weiter auf-, bzw. selbständig abzusteigen.
Einer der Bergsteiger war wegen des Blitzschlages kurzzeitig bewusstlos und hatte Lähmungserscheinungen in einem Arm. Mit dem Mobiltelefon setzten sie daraufhin etwa um 14:30 Uhr einen Notruf ab.

Bergung mit Hubschrauber nicht möglich
Wegen der schlechten Witterungsbedingungen war vorerst eine Bergung mittels Hubschrauber nicht möglich. Während Mitglieder der Bergrettung Dienten zu den beiden Verletzten aufstiegen, versuchte der Pilot des Notarzthubschraubers „MARTIN 1“, während einer kurzzeitigen Wetterbesserung zu den beiden Bergsteigern zu gelangen. Dieser Versuch musste wegen der schlechten Witterungsbedingungen erfolglos abgebrochen werden. Nach Einbruch der Dunkelheit gelangten Mitglieder der Bergrettung Dienten, unterstützt von zwei Ärzten, zu den beiden Kletterern und konnten sie in einer schwierigen Bergeaktion aus dem Klettersteig bergen und anschließend zu Tal bringen.
Während einer der Männer selbstständig absteigen konnte, musste der zweite bis zur Erichhütte getragen werden, bevor er der Feuerwehr zum Abtransport in einem Geländewagen übergeben werden konnte. Die beiden Bergsteiger wurden an der Hochkönigstraße vom Roten Kreuz übernommen und anschließend zur ärztlichen Behandlung in das Krankenhaus Schwarzach eingeliefert. Die Bergung der beiden Kletterer dauerte bis nach Mitternacht und war äußerst schwierig.

Bericht: Polizei

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