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Kletterunfall Dachstein: Ungar verunglückte tödlich

Filzmoos. Ein 25-jähriger Kletterer aus Ungarn ist gestern, Samstag, 15. August, bei einer Klettertour am „Torstein“ in Filzmoos (Pongau) tödlich verunglückt.

Foto: Coen Weesjes/Bergrettung Filzmoos

Mitglieder der Bergrettung Filzmoos wurden mit Martin 1 am Samstag gegen vier Uhr zur Unglücksstelle bei der Torstein-Schinkoverschneidung geflogen: Beim Abseilen hatte sich ein in den Fels geschlagener, alter Haken gelöst. Der Alpinist stürzte samt dem Seil 90 Meter tief bis zum Fuß der Felswand ab. Der Notarzt des Rettungshubschraubers „Martin 1“ konnte nur mehr den Tod feststellen.
Der Mann aus Martonvasar war in den Mittagsstunden mit einem 27-jährigen Bergkameraden über die sogenannte „Schinkoverschneidung“ (Schwierigkeitsgrad sechs) auf den Torstein geklettert. Aus Sicherheitsgründen entschlossen sie sich umzukehren und seilten sich ab. Nach einigen Seillängen kam es gegen 13.30 Uhr zu dem Unfall. Warum sich der alte Sicherungshaken gelöst hatte, war vorerst unklar.
„Da die Tour mit alten Haken sehr schlecht abgesichert ist, bohrten wir zwei Standplätze und seilten den unverletzten Bergsteiger ab“, schildert Coen Weesjes, Ortsstellenleiter der Bergrettung Filzmoos. „Der unverletzte Kletterer befand sich in der dritten Seillänge, etwa 100 Meter vom Einstieg. Eine Hubschrauberbergung war nicht möglich, da sich der Bergsteiger unterhalb einer großen, überhängenden Felswand befand. Um etwa 18 Uhr erreichten wir wieder den Wandfuß, wo der unverletzte Bergsteiger dann vom Polizeihubschrauber abgeholt wurde“.

 

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