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Kitzsteinhorn: Lawine auf Skipiste

Auf dem Kitzsteinhorn ist am Samstag, 28. Februar, eine Lawine abgegangen. Unterhalb der Seilbahnstütze 7 der Gipfelbahn löste sich die große Lawine und erstreckte sich bis auf die Skipiste Sonnenkarspitze.

 

Alle Bilder: Hans Dörfler/Bergrettung Kaprun

Ein deutscher 42-jähriger Skifahrer, der auf der regulären Piste fuhr, wurde von der Lawine erfasst und teilverschüttet.   
„Das etwa 80 Meter breite Schneebrett mit einer Anrisslänge von 150 Metern und einer Abrisshöhe von etwa 50 cm verschüttete etwa 200 Meter der regulären Pisten“, schildert der Ortsstellenleiter der Bergrettung Kaprun, Harald Etzer.

Rasche Hilfe vor Ort
Er und 35 Bergretter aus Kaprun, Fusch und Zell am See,10 Hundeführer der Bergrettung, zehn Bedienste der Bergbahnen Kaprun, freiwillige Helfer vor Ort, der Lawineneinsatzzug des Bundesheeres, zwei Rettungshubschrauber, ein Hubschrauber des BMI und ein Hubschrauber des Bundesheeres wurden kurz nach 11 Uhr alarmiert und leisteten einen raschen Rettungs(-such)Einsatz nach eventuell weiteren Verschütteten.

Schneebrett von Variantenfahrern ausgelöst
Vermutlich wurde das Schneebrett von mehren Variantenfahrern ausgelöst, die in einen abgesperrten, steilen Hang im freien Gelände einfuhren.
Eine Skifahrergruppe vor Ort hatte den deutschen Skifahrer bereits beim äußerst schnellen Eintreffen der ersten Hilfsmannschaften vor Ort geholfen auszugraben, er war bis zur Brust verschüttet und blieb glücklicherweise unverletzt.

Uneinschaubarer Bereich
Da aber nicht ausgeschlossen werden konnte, dass noch weitere Wintersportler verschüttet worden waren, wurde  das ganze betroffene Gebiet sondiert und durchsucht.
„Der Bereich war schwierig überschaubar, deshalb mussten wir sicher gehen“, so Harald Etzer. Erfreulicherweise konnte der Großeinsatz ohne weitere Verschüttete um 15 Uhr beendet werden.



Am Samstagnachmittag auch Lawine in Dorfgastein

Bergretter aus Dorfgastein
und Hundeführer aus dem Pongau wurden am Samstagnachmittag zu einem Lawineneinsatz in der Nähe der Dorfgasteiner Bergbahnen alarmiert:
Augenzeugen haben bei einem Lawinenabgang vom Schuhflicker (2.214m) "Bewegungen in der Lawine" wahrgenommen und deshalb wurde nach eventuell Verschütteten gesucht.
Da aber auch keine Spuren im Bereich der Lawine entdeckt werden konnten, wurde der Einsatz relativ rasch wieder beendet.

 

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(2020 aktuell)
455 Einsätze
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