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„Hohe Schule“ am Lawinenkegel

Für die Einsatzkräfte der Lungauer Bergrettung blieb es bislang bei einem Winter ohne Lawineneinsätze. Unerlässlich ist dennoch, dass sich die alpinen Helfer für diese, sicherlich eine der schwierigsten Aufgaben wappnen. Dementsprechend geprobt wurde am Samstag, dem 12. Jänner 2008, bei der Bezirksübung.

Lawineneinsätze zählen zu den schwierigsten Aufgaben für Einsatzkräfte der Bergrettung
Es war eine spezielle „hohe Schule“, durch die Bergrettungsmänner und -frauen bei der Winterbezirksübung teilweise zum wiederholten Mal gingen. Ein Lawineneinsatz erfordert schnelle und kompromisslose Vorgehensweisen, wobei vor allem der Einsatzleiter, der blitzschnell Entscheidungen treffen muss, gefordert ist – und wie die Suche und die Bergung von Verschütteten „nach dem Lehrbuch“ zu funktionieren hat, wurde diesmal im Bereich Großkessel im Zederhaustal trainiert.

50 Kamerad/inn/en aller fünf Lungauer Ortsstellen, darunter vier Bergrettungsärzte und zwei Hundeführer mit ihren findigen Vierbeinern, konnten der Herausforderung bestens gerecht werden. Unter der Einsatzleitung von Zederhaus‘ Ortsstellenleiter Michael Kössler, am Lawinenkegel eingewiesen von Ausbildungsleiter Franz Gfrerer, und beobachtet von Bezirksleiter Balthasar Laireiter aus Muhr, bewältigten sie mehrere Übungsaufgaben.

Erstaunlich flinke Spürnasen
Zunächst waren vor allem die Suchhunde gefragt – sie spürten die vier „Opfer“, die in rund zwei Metern Tiefe auf ihre „Rettung“ warteten, binnen kürzester Zeit auf. In einem zweiten Szenario kamen die LVS-Geräte (Lawinenverschüttetensuchgeräte) zum Einsatz, wobei zehn „Standorte von Opfern“ geortet wurden. Der dritte Übungsteil ging vom unerwünschten, schlimmsten Fall aus: Der Verschüttete führt kein LVS-Gerät mit sich, in einem solchen Fall bleibt die Suche per Sondierung die letzte Möglichkeit – was im Übrigen alle Alpinsportler dazu mahnen solle, immer ein (eingeschaltenes) LVS-Gerät mitzuführen. Ebenso wichtig ist die Kameradenhilfe, denn eine Bergung aus Schneemassen ist und bleibt ein Wettlauf mit der Zeit.

556 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
634 Einsätze
(2020 aktuell)
1423 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)