Zum Hauptinhalt springen

Hochkönig: Verstiegene Bergwanderer ins Tal gebracht

Sieben Bergretter aus Werfen begleiteten am Sonntag verstiegene Bergwanderer vom Hochkönig ins Tal. Die acht Deutschen verloren aufgrund der schlechten Wetterbedingungen den Weg.

„Wir wurden gegen 10:20 Uhr alarmiert“, schildert Einsatz- und Ortsstellenleiter Herbert Deutinger die Situation.  Die acht Deutschen aus Hessen waren berreits sehr früh aufgebrochen und gingen den Normalweg Richtung Hochkönig (2941 Meter), „und wie sie uns später sagten, eigentlich ohne Ziel“, so Deutinger. „Sie waren auch keinesfalls für eine solche alpine Tour ausgerüstet.“
Im Bereich des sogenannten Kniebeißers, etwa auf 2400 Metern Höhe, verstiegen sich die Deutschen zwischen Sommer- und Winterweg und verloren vor allem aufgrund der schlechten Wetterbedingungen die Orientierung. Sie alarmierten die Einsatzkräfte.

Keine passenden Schuhe, keine richtige Bekleidung und keine Tourenplanung

Schließlich konnten die Wanderer jedoch den Anstieg zum Matrashaus doch noch selbst bewältigen. Dort wurden die erschöpften Männer (im Alter zwischen 24 und 38 Jahren) von Hüttenwirt Roman Kurz mit Jacken und warmen Getränken ausgestattet. Nachdem der Wetterbericht keine Besserungen für die nächsten Stunden und Tagen (Schneefall) prognostizierte, entschieden sich die Werfener Bergretter, sofort zum Hochkönig aufzubrechen. „Roman ist uns mit den Deutschen bereits entgegen gegangen und hat sie beim Abstieg begleitet. Wir trafen schließlich gegen 13:45 Uhr auf etwa 2700 Metern auf die Gruppe.“ 
Von dort wurden sie von den Werfener Bergrettern ins Tal begleitet. „Sie waren müde und sehr dankbar, als wir schließlich gegen 17 Uhr die Mitterfeldalm erreichten.“

Nach einer Pause ging es ins Tal; Einsatzende war um 18: 40 Uhr. 

 

Fotos: Bergrettung Werfen

363 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
455 Einsätze
(2020 aktuell)
1428 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)