Zum Hauptinhalt springen

Herbsttouren – Tipps der Bergrettung

Unser stellvertretender Landesleiter, Klaus Wagenbichler, hat im Folgenden einige Tipps und Infos für Ihre Herbstwanderungen zusammengestellt...

Das vorrangige Ziel einer Bergtour - ob bei einer Wanderung, Kletterei oder beim Begehen eines Klettersteiges - ist meistens das Erreichen des Gipfels. Übersehen wird dabei oft, dass eine Bergtour aus mehreren Teilen zusammengesetzt ist: Der Anfahrt zum Ausgangspunkt, der Zustieg, dem Anstieg selbst und der Abstieg und die Rückfahrt.
Für eine Tour, die man bereits kennt, wird es nicht unbedingt nötig sein eine detailierte Planung zu machen.
Handelt es sich jedoch um eine unbekannte Tour, oder eine Tour mit anderem Abstieg als Anstieg, so kann eine genaue Planung sehr wohl vor unliebsamen Überraschungen schützen.

Gute Tourenplanung und Ausrüstung
Eine Verzögerung bei der Abfahrt, eine kleine Verkehrsbehinderung, kurz den falschen Weg gegangen, zu viele (langsame) Leute in der Tour, der nicht bekannte Abstieg ist doch länger als gedacht usw... - und schon verlängert sich die Tour um einige Stunden. Oder Sie werden im schlimmsten Fall sogar von einem Wetterunbruch oder von einbrechender Dunkelheit "überrascht": Schlagzeilen wie jene – „die gut ausgerüstete Gruppe wurde um 22:00 Uhr von der hereinbrechenden Nacht überrascht“... sie müssen nicht sein. Helfen Sie mit, dies - wenn planbar - zu vermeiden!
Die wenigen Minuten für eine korrekte Tourenplanung (einschließlich der Wetter- und Gewittervorhersage) sind gut investierte Zeit, die sich im Fall des Falles rechnen!
Unabhängig von der Planung sollte entsprechende Ausrüstung (Erste Hilfe, Karte, Kompass, GPS, Notbiwak) und Reservebekleidung mitgeführt werden. Angehörige/Bekannte sollten über das Ziel und den voraussichtlichen Zeitpunkt der Rückkehr informiert sein.

Informieren Sie Angehörige
Wird das Ziel abgeändert oder ergeben sich zeitliche Verzögerungen so sollten Angehörige/Bekannte unbedingt  informiert werden, um nicht unnötige Suchaktionen auszulösen.
Im Fall des Falles (bei Unfall oder Verirren): Scheuen Sie nicht davor zurück, rechtzeitig die Bergrettung über die Rufnummer 140 zu alarmieren. Bei Tageslicht ist der Zeitaufwand für einen Bergeeinsatz wesentlich geringer und weniger gefährlich für die Retter!

Hinweis in Ihrem eigenen Interesse
Für nur 22,- € sind sie für ein Jahr förderndes Bergrettungsmitglied und automatisch für Bergungskosten versichert. Näheres hier...

Bericht und Bilder: Klaus Wagenbichler, LL Stv.


Weitere Tipps der Bergrettung Salzburg finden Sie hier...

549 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
628 Einsätze
(2020 aktuell)
1423 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)