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Grünes Kreuz für Herbert Rohrmoser

Anlässlich der Jahreshauptversammlung in Schladming verlieh der Österreichische Alpenverein am 19. Oktober das „Grüne Kreuz“ für außerordentlichen Einsatz am Berg an Herbert Rohrmoser, Ortsstelle Rauris. Das grüne Kreuz ist eine der höchsten Auszeichnungen für Bergretter.

Auszeichnung Grünes Kreuz für Herbert Rohrmoser, Ortstelle Rauris: v.l.: Franz Gensbichler (stv. Bezirksleiter Pinzgau), Bernd Tritscher (Bezirksleiter Pinzgau), Herbert Rohrmoser, Brigitte Slupetzky (Landesvorsitzende Alpenverein Salzburg), Wolfgang Schnabl (Vizepräsident Alpenverein) und OL Rauris Wolfgang Rohrmoser.

Herbert Rohrmoser ist seit 1966 Mitglied der Bergrettung und seit 1975 in der Führungsspitze der Ortsstelle Rauris tätig. Seit 1989 leitete er die Ortsstelle und baute sie zu dieser auf, was sie heute darstellt: Eine Ortsstelle mit einem großen und anspruchsvollen Einsatzgebiet, mit einem Team, das zu jeder Zeit und in hohen Maße kompetent in Not geratenen Personen hilft. Herbert war außerdem jahrelang Hundeführer und Flugretter. Jetzt wurde er für sein außerordentliches Engagement im Namen des Bergrettungsdienstes mit dem wichtigen Ehrenzeichen des Alpenvereins ausgezeichnet. 

Im Namen der Landesleitung der Bergrettung Salzburg gratulieren wir Herbert Rohrmoser zu dieser wohlverdienten Auszeichnung und möchten ihm für seinen jahrelangen Einsatz jetzt und auch weiterhin herzlich danken. Herbert steht als Einsatzleiter noch immer seiner Ortsstelle zur Verfügung - wie etwa beim letzten großen Einsatz, als ein abgestürzter Bergsteiger bei tiefwinterlichen Verhältnissen von der Noespitze (3000m, Goldberggruppe) unter widrigsten Bedingungen ins Tal gebracht wurde.

Grünes Kreuz als Ehrenzeichen des Alpenvereins

"Das Grüne Kreuz ist das Ehrenzeichen des Alpenvereins für Rettung aus Bergnot und wird ausschließlich für mehr­malige, unmittelbar am Einsatzort erbrachte Rettungsleistungen vergeben, wenn es sich dabei, hinsichtlich der Verhältnisse und der technischen Schwierigkeiten im Gelände, um außerordentlich schwierige alpine Rettungseinsätze handelte“, erklärt Wolfgang Schnabl, Vizepräsident des Österreichischen Alpenvereins in seiner Laudatio im Rahmen der feierlichen Verleihung. „Darüber hinaus bietet diese Ehrung dem Alpenverein auch die Möglichkeit, seiner Wert­schätzung gegenüber der Bergrettung als Organisation Ausdruck zu verleihen. Die enge Verbindung zwischen Alpenverein und Bergrettung ist bis heute sichtbar.

Der begehrte Bergsteigerorden wird nun seit 94 Jahren verliehen. Bergrettern wird damit für ihre riskanten, professionellen und selbstlosen Rettungseinsätze im Ehrenamt gehuldigt – das Kreuz gilt als honoriges Zeichen der Anerkennung. Die Auswahlkriterien der Auszeichnung sind anspruchsvoll – Bergretter bekommen diese „für mehrmalige, außerordentlich schwierige alpine Rettungen oder Bergungen, wobei eine deutliche Überschreitung der durchschnittlichen Pflichterfüllung gegeben sein muss“.

Auflistung der geehrten Bergretter seit 1924

 

641 Geborgene Personen
(2019 aktuell)
702 Einsätze
(2019 aktuell)
1416 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2019 aktuell)