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Großer Sucheinsatz in Werfenweng

Einem vermissten Wanderer aus Deutschland galt ein Sucheinsatz der Bergrettung Werfen, Bischofshofen und St. Johann.

Die Bergretter aus Werfen durchkämmten mit Hundeführern noch während der Nacht das Gebiet Bischlinghöhe/Zaglau.

Die Bergrettung Werfen wurde gestern Nacht zu einer Suchaktion nach einem vermissten deutschen Bergwanderer gerufen. Der 37-jährige Deutsche aus Uelitz war mit seiner Familie auf die Bischlinghöhe (1.886m), im Gemeindegebiet von Werfenweng, zu einer Wandertour aufgebrochen. Während seine Angehörigen wieder mit der Bergbahn Richtung Tal fuhren, machte sich der Deutsche am späteren Nachmittag zu Fuß Richtung Werfenweng. Im Bereich der Ladenbergalm/Strussingalm verlor er die Orientierung und irrte auf Wegen und teilweise auch im weglosen Gebiet in Richtung des sogenannten „Larzenbachgrabens“ herum. Völlig erschöpft und ohne Ausrüstung – und leider auch ohne Handy - übernachtete er dann mitten im Wald.

Bergretter und Hundeführer durchkämmten Wegnetz während der Nacht
25 Bergretter aus Werfen suchten ab 22 Uhr gemeinsam mit vier Hundeführern der Bergrettung die Gegend von der Bischlinghöhe und die vielen Wanderwege rund um Zaglau nach Werfenweng ab.

Am frühen Morgen wurde die Bergrettung Werfen noch von zehn Bergrettern und drei Hundeführern aus St. Johann und Bischofshofenbeim Sucheinsatz in diesem weiten Wandergebiet verstärkt.

Wanderer traf auf Schwammerlsucher
Der vermisste deutsche Wanderer kam zu dieser Zeit auf eine Forststraße im Bereich der Ramsaualm. Hier traf er gegen 7 Uhr völlig erschöpft aber unverletzt auf einen einheimischen Schwammerlsucher aus Hüttau, der sofort die Polizei verständigte.

Der Einsatz- und Ortsstellenleiter der Bergrettung Werfen, Herbert Deutinger möchte in diesem Zusammenhang wieder einmal an Bergwanderer, Angehörige oder Quartiergeber appellieren: „Natürlich möchten wir niemanden die Freude an unseren Bergen nehmen. Aber beachten Sie bitte immer das Risiko, das auf unseren Bergen besteht und minimieren Sie es etwas! Bitte planen Sie ihre Touren gründlich, nehmen Sie eine passende Ausrüstung und immer ein aufgeladenes Handy mit. Informieren Sie ihre Angehörigen oder Quartiergeber über die geplante Tour.“

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