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Großer Sucheinsatz in Flachau nach vermisstem Tourengeher

Fast 50 Mitglieder der Bergrettungsortsstellen Flachau, Altenmarkt und Zederhaus suchen am 25. Dezemberabend nach einem vermissten Tourengeher. Er konnte nur mehr tot gefunden werden.

Der vermisste 30-jährige Tourengeher konnte nur mehr tot gefunden und geborgen werden. Die Absturzstelle unterhalb des Gasthofkars. (Bild: Theo Deutinger/Bergrettung Flachau)

Die Einsatzkräfte hatten in der Nacht des 25. Dezembers keine leichte Aufgabe: Lawinen, Sturm, Dunkelheit und extremstes Gelände. (Foto: Sepp Schiefer/Bergrettung Salzburg)

Der 30-jährige Niederösterreicher ist am 25. Dezember zu einer Skitour auf den Windischkopf (2.609m) aufgebrochen. Nachdem er bis in die Abendstunden nicht zurückkehrte, alarmierte sein Vater die Bergrettung.

Der Vater des Tourengehers berichtete, dass er noch am Nachmittag - gegen 15 Uhr - mit seinem Sohn telefoniert habe, so der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, Sepp Hettegger.

Via Handy war der 30-Jährige allerdings nicht mehr erreichbar und ein Großaufgebot von fast 50 Bergrettern aus Flachau, Altenmarkt,Zederhaus, fünf Lawinen- und Suchhundeführer und vier Alpinpolizisten suchten bis weit nach Mitternacht nach dem Ski-Tourengeher.

„Die Mitglieder der Bergrettung Zederhaus sind via Franz-Fischerhütte aufgestiegen“, berichtet Hettegger. „Vom Nordportal des Tauerntunnels aus suchten unsere Leute aus Flachau und Altenmarkt nach dem Vermissten". Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen - es war sehr stürmisch dort oben und ständig gingen Lawinen ab - wurde gegen zwei Uhr morgens beschlossen, den Einsatz aus Sicherheitsgründen für die Nacht zu beenden und am Morgen weiterzusuchen.

Eine letzte Handypeilung bereits bei Einsatzende - gegen drei Uhr morgens - ließ die Bergretter nochmals hoffen: Der 30-Jährige wurde allerdings nur mehr tot aufgefunden. Er war keine übliche Abfahrt gefahren und dabei etwa 100 m über eine Felswand gestürzt und noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen erlegen.

Maria Riedler

 

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