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Große Suchaktion in Kleinarl

Ein vermisster 59-jähriger Niederösterreicher wurde am Freitag, 17. August, kurz vor 14 Uhr, in Kleinarl gefunden. Der Mann dürfte eine Nacht im Wald verbracht haben, bis er letztlich gefunden wurde.

Die Ehefrau des 59-jährigen Niederösterreichers hatte Donnerstagnachmittag die Einsatzkräfte alarmiert, weil ihr Mann vom Schwammerlsuchen nicht mehr in ihr Quartier zurückgekehrt war. Er leide an massivem Burn-out und habe auch schon einen Schlaganfall erlitten, sagte sie gegenüber der Polizei.


Bereits am Donnerstag wurde von den Kleinarler Bergretter, Alpinpolizei und Bergrettungshunden nach dem Mann in einem großen Bereich gesucht. Die Suche musste um etwa 22.30 Uhr vorerst ergebnislos abgebrochen werden.

 

Am Freitag wurde die Suche fortgesetzt und Bergretter der Ortsstellen Kleinarl, Wagrain, Altenmarkt und Flachau angefordert. Weite Gebiete wurden mittels Flächensuche systematisch durchkämmt.

Hinweis Sennerin

Eine Sennerin konnte einen Hinweis geben, sie glaubte, den Mann auf einer Forststraße gesehen zu haben. In diesem Bereich wurde deshalb ein Mantrailhund (Personenspürhund) angesetzt. Dieser konnte eine Spur aufnehmen und führte die Bergretter über eine Stunde in Richtung Jägersee.

Entdeckt wurde der Vermisste von einem Schwammerlsucher: Er fand den Niederösterreicher (etwa 10 Minuten entfernt von den Einsatzkräften), hilflos im Wald am Bauch liegend.

 

Verwirrt und unterkühlt

Bergretter und Alpinpolizei leisteten sofort Erste Hilfe; ein Notarzt war rasch vor Ort.  Der Mann war ansprechbar, aber stark verwirrt, unterkühlt und völlig erschöpft. Mittels UT wurde er abtransportiert und vom Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Schwarzach geflogen.
Neben Bergrettung und Polizei war auch die Wasserrettung, Bundesheer und Feuerwehr im Großeinsatz.

 

Bericht und Bilder: Maria Riedler


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