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Grödiger Bergretter im Einsatz für TARANIS

Bei der internationalen Katastrophenschutzübung TARANIS 2013 letzte Woche waren unter anderem auch Grödiger Bergretter im Einsatz. Hier ein Bericht von Manfred Haas.

Die Bergrettung Grödig wurde im Zuge der Taranis 2013 zu folgenden Einsätzen im Bereich Steindl Marmorbruch, in Fürstenbrunn alarmiert.

Donnerstag, 27.06.2013: Vom Einsatzleiter (Rotes Kreuz) wurden wir zu einer Schlucht im Marmorbruch Steindl beordert um abgestürzte Personen zu bergen.
Unter der Führung unseres Einsatzleiters Ernst Schörghofer konnten wir nach kurzer Anfahrt das Einsatzgebiet erreichen. Unsere Notfallsanitäter seilten sich zu den  drei schwer verletzten Personen ab und begannen sofort mit deren Versorgung. Die weitere Mannschaft baute zwischenzeitlich eine Querseilbahn über die Schlucht und begann mittels Motorwinde mit der Bergung der Verletzten. Diese wurden nach der weiteren notärztlichen Versorgung unseres Bergrettungarztes dem Rettungstrupp aus Holland zum Abtransport übergeben. Nach zwei Stunden konnte der Einsatz beendet werden.

 

Freitag, 28.06.2013:

Nach Rücksprache mit dem Einsatzleiter (Rotes Kreuz) erhielten wir folgende Informationen:

 

Ein durch einen Murenabgang verschüttetes Bergdorf im Auslaufbereich des großen Brunntales. Die Anfahrtswege sind durch Muren verlegt. Wir sind die erste Rettungsmannschaft auf dem Weg zum Unglücksort. Hubschrauberflüge können nicht durchgeführt werden.

 

Bergrettungs–Einsatzleiter Ernst Schörghofer bereitete sich mit der gesamten Mannschaft für den ca. 30 minütigen Aufstieg über eine alte Schrägaufzugtrasse vor. Da das gesamte Material zum Einsatzort getragen werden musste, bekamen wir Unterstützung von fünf Mitarbeitern des Roten Kreuzes - Tiroler Oberland, die uns beim Materialtransport unterstützten. Zirka bei der Hälfte des Anstieges traf unser Team auf ein eingestürztes Gebäude in dem sich drei Personen befanden, von denen zwei schwer verletzt waren und bei einer Person nur mehr der Tod durch unseren Notarzt festgestellt werden konnte. Im Zuge der Versorgung der Verletzten und deren Abtransport ins Tal traf bei uns eine weitere Rettungsmannschaft der SARUV (Search and Rescue Unit Vorarlberg) zu unserer Unterstützung ein. Nach kurzer Lagebesprechung stieg Ortstellenlt. Stellv. Manfred Haas mit dem Einsatzleiter der SARUV zum Unglücksort weiter auf, um die Lage zu erkunden.

 

Lage im Einsatzgebiet: Durch die Mure eingestürzte Häuser mit mehreren verschütteten Personen. Drei Personen in eine nahe gelegenen Schlucht gestürzt.

 

Nach kurzer Besprechung wurde entschieden, das Team der SARUV übernimmt die Bergung und den Abtransport der in den Häusern verschütteten Personen. Die Bergrettung übernimmt die Bergung, die Versorgung und den Abtransport der Verletzten im Schluchtbereich und unterstützt die SARUV Einheit beim Abtransport von Verletzten.

 

Die Verletzten wurden wie am Vortag von unserem Notarzt und unseren Sanitätern versorgt und mittels Querseilbahn und Motorwinde aus der Schlucht gerettet. Nach sechs Stunden konnte der Einsatz beendet werden.

 

Bericht: Manfred Haas

Fotos: Markus Maurer

 

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