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Grödig: Intensive Einsatzzeiten

Am Dienstag kam es für die Grödiger Bergretter, die derzeit viele Einsätze haben, gleich zu zwei gleichzeitigen Alpineinsätzen.

Schon am 19. August erreignete sich ein Alpinunfall auf etwa 1.100 Metern: Ein Bergsteiger wollte am 19.8.2016 über das große Brunntal zum Zeppezauerhaus aufsteigen und zog sich in einem Bachbett eine schwere Fußverletzung zu. Die alarmierte Ortsstelle Grödig stieg zu dem Verletzten auf, versorgte ihn und bereitete einen bodengebundenen Abtransport vor, da der Unfallort in einem Waldstück lag. Jedoch konnte dann der nachalarmierte Rettungshubschrauber einen Flugretter durch eine Waldlichtung absetzen und den Verletzten mittels Bergetau ausfliegen. Zur weiteren Behandlung wurde der Patient in ein Salzburger Krankenhaus geflogen. Im Einsatz standen neun Bergretter, ein Bergrettungsarzt, die Alpinpolizei und der Rettungshubschrauber C6.

 

Einsätze am laufenden Band...

Bereits wenige Tage nach dem Brunntal-Einsatz wurde die Ortsstelle Grödig erneut alarmiert. Doch diesmal ereigneten sich am 23.8.2016 gleich zwei Alpinunfälle zur selben Zeit – eine logistische Herausforderung für das Einsatzteam! Es wurde ein abgestürzter Wanderer im Bereich des Salzburger Hochthron gemeldet und eine erschöpfte Wanderin rief im Bereich des Schellenberger Sattels die Bergrettung zu Hilfe.


Die Einsatzleiter Schörghofer und Haas fuhren mit der alarmierten Mannschaft mit der Untersbergbahn zur Stütze 2. Dort stieg ein Team über die Stütze ab um sich auf den Weg zum Schellenberger Sattel zu machen. Ein weiteres Team setzte die Fahrt bis zur Bergstation fort und stieg zum abgestürzten Wanderer am Hochthron auf.
Nach einer Versorgung des mittlerweile wieder ansprechbaren Verunfallten wurde vor Ort entschieden den Abtransport mit dem Hubschrauber C6 zu organisieren. Währenddessen konnte die Wanderin vom zweiten Team versorgt und in Richtung Seilbahnstütze geleitet werden um dort gemeinsam mit beiden Einsatzteams ins Tal zu fahren. Die letzten 60 Meter hinauf zur Seilbahn wurde die erschöpfte Wanderin aufgrund der Steilheit des Geländes und ihrer körperlichen Verfassung mittels Flaschenzug und Universaltrage transportiert.

Ein letzter Einsatz des Tags folgte dann abends, nach dem Eintreffen in der Ortsstelle: Das Zeppezauerhaus meldete eine junge Urlauberin mit besorgniserregendem Gesundheitszustand. Die aktivierte Seilbahn brachte Arzt und Sanitäter der Bergrettung Grödig auf den Berg um die Dame initial zu versorgen und dann ins Tal zu bringen.

Die gute Zusammenarbeit mit der Untersbergbahn und eine schlagkräftige Einsatzmannschaft erlaubten eine schnelle, reibungslose und teils parallele Abwicklung der letzten Einsätze!

 

Bericht und Fotos: Martin Horvath, Bergrettung Grödig

 

 

 

344 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
433 Einsätze
(2020 aktuell)
1429 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)