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Golling und St. Gilgen: Zwei Einsätze für alpine Notlage in Kletterwand

Gleich zweimal mussten Salzburger Bergretter am 16. September am Abend zu Einsätzen für Kletterer in Bergnot.

Bild: Richard Russegger / Bergrettung Golling

Bild: Richard Russegger / Bergrettung Golling

Bild: Peter Stöllinger / Bergrettung St. Gilgen

Bild: Peter Stöllinger / Bergrettung St. Gilgen

Alpine Notlage "Differential", Kleiner Göll, Bluntautal

Gleich zweimal wurde die Bergrettung gestern zu Einsätzen für Kletterer in alpiner Notlage beim Abseilen und bei Dunkelheit bzw. Einbruch der Dunkelheit gerufen:

Die Bergrettung Golling wurde am Mittwochabend, 16. September, um 20:25 Uhr zu einer zweier Seilschaft in Bergnot in der Kletterroute „Differential“/Kleinen Göll gerufen.

Dort waren bereits gegen 14:00 Uhr zwei Kletterseilschaften zu je zwei Personen in den Wandfuß des Kleinen Gölls eingestiegen und kletterten die dortige Kletterroute "Differential" mit dem Schwierigkeitsgrad 6 - 6 +.

Während die erste Seilschaft zügig voran kam und nach dem Abseilen gegen 17.30 Uhr aus der Wand ausstieg, kam die zweite Seilschaft, ein 22-jähriger Gollinger und ein 20-jähriger Kuchler, beim Abseilen in Schwierigkeiten, sie verfehlten die Abseilpiste und mussten ziemlich weit oben einen provisorischen Standplatz aufbauen. Weiter Abseilen war nicht mehr möglich, da unterhalb keine Bohrhaken mehr waren. Ein neuerliches Aufsteigen konnte nicht mehr durchgeführt werden.

Um 20:25 Uhr wurde die Bergrettung Golling alarmiert. Mit 25 Gollinger Bergretter und vier Grödiger Bergretter zur Unterstützung (es musste auch mittels Lichtkanonen ausgeleuchtet werden) konnten die Männer in der Dunkelheit gegen 1:00 Uhr nach einem schwierigen Einsatz bei Regenwetter unversehrt aus der Wand geborgen werden.



Alpine Notlage in "Seenot", Falkensteinwand/St. Gilgen

Auch die Bergrettung St. Gilgen wurde an diesem Tag gegen 18:00 Uhr zu einem Einsatz in der Falkensteinwand gerufen:
Zwei deutsche Studenten (21 und 22 Jahre) hatten in der Klettertour "Seenot", Schwierigkeitsgrad 6 +, in der Falkensteinwand – die nur mit einem Boot oder durch Abseilen erreichbar ist - große Probleme.
Die beiden unerfahrenen Alpinisten begannen um etwa 16.00 Uhr mit dem Abseilmanöver. Auf Grund ihrer Unkenntnis seilten sie sich jedoch nicht entlang der Abseilpiste, sondern über eine Ausstiegsvariante der "Seenot" ab. In der zweiten Abseillänge konnte der erste Kletterer jedoch keinen weiteren Stand erreichen und blieb daher mitten in der an dieser Stelle überhängenden Falkensteinwand hängen.

Wegen fehlender Kenntnisse war es ihm auch nicht mehr möglich entlang des Seiles wieder aufzusteigen. Da beide nun weder vor noch zurück konnten, verständigten sie um etwa 18.10 Uhr die Bergrettung. Die Bergrettung St. Gilgen konnte schließlich die beiden Alpinisten schließlich unverletzt gegen 20:30 Uhr aus der Wand bergen.

Es standen 12 Mann der Bergrettung St. Gilgen, vier Mann der Wasserrettung St. Gilgen samt Einsatzboot, das Motorboot der PI St. Gilgen und zwei Alpinpolizisten der AEG Salzburg im Einsatz.

366 Geborgene Personen
(2021 aktuell)
422 Einsätze
(2021 aktuell)
1458 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2021 aktuell)