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Gedächtnisüberquerung des Krimmler Tauern 2009

Am 4. Juli fand zum dritten Mal die Gedächtnisüberquerung des Krimmler Tauern zur Erinnerung an die Judenflucht 1947 statt.

Katrin Krahbichler und Dr. Christian Lerch

Eingang Windbachtal

Katrin beim italienischen Zollhaus

Krimmler Bergretter, auch in Zivil

Bereits zum dritten Mal wurde am 4. Juli 2009 die Gedächtnisüberquerung des
Krimmler Tauern
zur Erinnerung an die Judenflucht 1947 durchgeführt.

Dieses Jahr nahmen ca. 150 Menschen aus Österreich, Deutschland, Israel, Tadschikistan, Nigeria, der Mongolei und vielen anderen Ländern an der Friedenswanderung teil. Außerdem begleitete der Israelische Botschafter, Dan Ashbel, das Friedensprojekt bis zur Krimmler Windbachalm.

Dort berichteten einige Flüchtlinge aus Tadschikistan und Nigeria ergreifend über ihre eigene Flucht in die Freiheit.

Um den zahlreichen Teilnehmern einen sicheren Tag im hochalpinen Gelände zu
ermöglichen, wurden sie von zwei Bergrettern der Ortsstelle Krimml, einem Notfallsanitäter und einem Notarzt des Roten Kreuzes Wald im Pinzgau, sowie Nationalpark Rangern begleitet.

Nach ca. 10 Stunden kamen auch die letzten Teilnehmer gesund in Kasern im Südtiroler Ahrntal an und alle wurden herzlich von den Südtiroler Nachbarn willkommen geheißen!
Das Rettungsteam des Roten Kreuzes und der Bergrettung arbeiteten ausgezeichnet zusammen und konnte bei kleineren Zwischenfällen sofort helfen.


Weitere Fakten:
Im Jahr 1947 haben 5.000 jüdische Flüchtlinge einen besonders schwierigen und beschwerlichen Weg in die Freiheit beschritten: Über den Krimmler Tauern.
Um an diese Ereignisse vor nunmehr über 60 Jahren zu erinnern, startete der
gebürtige Salzburger Ernst Löschner die Initiative „Alpine Peace Crossing“, die
allen Flüchtlingen weltweit gewidmet ist.


Text und Bilder: Katrin Krahbichler/Bergrettung Krimml

www.alpinepeacecrossing.org

 

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