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Fusch: Bergnot bei Gruberscharte

Die Fuscher Bergretter halfen drei jungen Bergsteigern, die unterhalb der Gruberscharte (Großglocknergebiet) in Bergnot gerieten.

Hochgruberkees, Bildmitte links Schwarzenberghütte

Gruberscharte mit Biwak, re dahinter Großes Wiesbachhorn

bei den 3 Bergsteigern, es ist kalt wegen dem starken Wind!

Blankeis-Anstieg Gruberscharte mit Position der Bergsteiger, dahinter Dockscharte und Hohe Dock

BMI-Maschine vor Hoher Dock, rechts Großer Bärenkopf

„Wir wurden am Freitagabend um 20:41 Uhr vom Roten Kreuz Zell am See alarmiert“, schildert der Fuscher Ortsstellenleiter, Paul Hasenauer.

Drei junge Bergsteiger (zwei Männer und eine Frau) kamen in der Dunkelheit - unterhalb der Gruberscharte - nicht mehr weiter und setzten deshalb einen Notruf ab.

Weil wir wussten, dass stabiles Schönwetter angesagt und ein nächtlicher Aufstieg möglich war, gingen wir in den Einsatz.

 

Steinschlaggefahr, starker Wind und Wasserläufe

Nach einem anstrengenden Aufstieg und zäher Wegfindung durch die großen Schutthalden der Seitenmoräne vom Hochgruberkees kamen wir zum völlig blanken Anstieg zur Gruberscharte Das Steilstück wurde gesichert erklettert, dabei war - wegen Steinschlag von oben und vielen losen Steinen - am Eis Vorsicht geboten.

 

Starker Wind und Wasserläufe im Eis erschwerten das Ganze, aber gegen 3:00 Uhr erreichten wir die drei Bergsteiger.

 

Gesichert zur Biwakschachtel oberhalb Gruberscharte

Alle drei waren unversehrt. Wir versorgten sie mit Tee und warmer Kleidung und brachten sie zur Biwakschachtel oberhalb der Gruberscharte, wo sie nach kurzer Nacht Samstagvormittag von der BMI-Maschine ausgeflogen wurden.“


Die Bergrettung rät dringend davon ab, bei diesen Verhältnissen über die Gruberscharte auf- oder abzusteigen!



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