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Für alpine Touren gerüstet: Mehr als 50 Sportler/innen vertieften ihr Wissen rund ums LVS-Gerät

Eine Übung mit dem LVS-Gerät war einmal mehr der Start in den Lungauer Schitourenwinter. Diesmal endete die kostenlose Fortbildungsveranstaltung des Alpenvereines und der Bergrettung Tamsweg mit dem erfreulichen Ergebnis, dass die Anzahl an Teilnehmer/innen stimmte.

Mehr als fünfzig Sportler/innen bei der kostenlosen Übung mit dem LVS-Gerät in den Schitourenwinter – unterrichtet wurden sie von Kameraden der Bergrettung Tamsweg.

Es ist wünschenswert, das Wissen im Training zu Hause zu festigen – das ist auch zu späterer Stunde möglich.

Gut vorbereitet - mit regelmäßiger Übung - in die Tourensaison starten! (alle Bilder Bergrettung Tamsweg)

Sich Wissen um die Handhabung des LVS-Gerätes (Lawinenverschütteten-Suchgerätes) und der Kameradenrettung anzueignen, ist eine Grundvoraussetzung für jeden Schitourensportler. Deshalb bot die Bergrettung Tamsweg auch in diesem Jahr bei der Übung mit dem LVS-Gerät, bei der Sichelwand in Obertauern, das Know How ihrer Experten an. Nach einer bescheidenen Anzahl an Teilnehmer/inne/n im vergangenen Jahr bewiesen diesmal gleich mehr als 50 Sportfans ihr Verantwortungsbewusstsein: Damen wie Herren, der Einsteiger ebenso wie der bereits erfahrene Alpinsportler, der Jugendliche gleichermaßen wie der Senior.

Ausbildungsleiter Hubert Steiner war zufrieden: „Ich freue mich vor allem über die positive Entwicklung, dass die Schitourengeher/innen wieder verstärkt Eigenverantwortung übernehmen! Gottseidank muss nicht erst ein Unfall passieren, dass die Leute zu solchen lebenswichtigen Übungen kommen.“

Kameradenrettung ist Stressbewältigung
Neben der Bedienung des LVS-Gerätes wurde der Übungsschwerpunkt auf die Feinsuche, die Punktordnung sowie die Mehrfachverschüttung gelegt. Zudem wurde das Verhalten bei der Bergung eines Lawinenopfers wurde von Bergrettungsarzt Dr. Joachim Schiefer erläutert.
„Die ersten fünfzehn Minuten einer Rettung entscheiden über Leben und Tod. Demnach ist der Stress, dem der Suchende ausgesetzt ist, enorm“, unterstrich Steiner die Notwendigkeit, das Wissen zu vertiefen – und somit soll es auch nicht bei einem einmaligen Kursbesich bleiben, das Szenario der Hilfeleistung im alpinen Gelände will mehrmals geübt sein. „Es wäre sehr wichtig, die Grundkenntnisse, die man in der Ausbildung gesehen und geübt hat, zu Hause zu festigen: Man sollte einfach selbst öfter üben“, appelliert Bergretter Steiner. Das Kursangebot wird auf alle Fälle nächstes Jahr fortgesetzt.

Andrea Kocher

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