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Flachau/Altenmarkt: Skifahrer vermisst

Bergretter aus Flachau und Altenmarkt suchten Samstag und Sonntag (28. und 29.1.) nach einem abgängigen Oberösterreicher. Der 28-Jährige Skifahrer war nicht zu einem vereinbarten Treffpunkt erschienen.

Am Samstagabend, 28. Jänner, 19 Uhr wurde die Bergrettungsortsstelle Flachau von der Polizei alarmiert: Ein 28-jähriger Oberösterreicher war nicht am vereinbarten Treffpunkt an der Talstation in Flachwinkl erschienen. Dort hätte er gemeinsam mit einer Ausflugsgruppe wieder die Heimfahrt nach Oberösterreich antreten sollen. Die Gruppe erstattete um 17.45 Uhr telefonisch eine Vermisstenanzeige bei der Polizei.

Bergretter aus Flachau suchten vorerst gemeinsam mit Liftbediensteten, Pistenraupen und Skidoos die kompletten Pisten- bzw. Pistenrandbereich ab. Gegen 21:30 Uhr wurde auch die Bergrettungsortsstelle Altenmarkt mitalarmiert.

Umfangreiche Suchaktion

Die umfangreiche Suchaktion weitete sich schließlich in Verbindungswege und Waldbereiche bzw. in steile und felsdurchsetzte Gräben aus. „Die Bedingungen für unsere Einsatzkräfte waren teilweise schwierig“, so der Einsatz- und Ortsstellenleiter von Flachau, Lukas Perner. Eine Handypeilung blieb erfolglos.

 

Erweitertes Suchgebiet

Um Mitternacht wurde die Suchaktion abgebrochen und in den frühen Morgenstunden von den Bergrettern aus Flachau und Altenmarkt wieder aufgenommen. Auch Liftbedienstete, das Team eines Polizeihubschraubers und die Polizei beteiligten sich an der weiteren großen Suchaktion nach dem 28-jährigen Oberösterreicher.

 

Mann saß im Zug

Kurz vor 14.00 Uhr konnte die Suche abgebrochen werden. Der Vermisste meldete sich bei seiner Mutter und gab an, dass er mit dem Zug von Salzburg nach Linz kommen wird. Er hatte die gemeinsame Busabfahrt versäumt und fuhr mit einem Postbus nach Radstadt, wo er über Nacht in einem Gasthaus blieb.

 

Insgesamt wurden bei der Suche nach dem vermissten Oberösterreicher mit 35 Bergrettern gesucht: "Das sind allein für die Bergrettung in etwa 300 Mannstunden, die vielleicht durch eine bessere Kommunikation vermieden werden hätten können", so Perner.


Fotos: Bergrettung Flachau, L. Perner

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