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Flachau: Zwei Such- und Bergeeinsätze im gleichen Gebiet

Insgesamt sieben Variantenfahrer hatten sich im unwegsamsten Gelände verfahren und konnten weder vor noch zurück.

Die Flachauer Bergretter wurden um 14 Uhr zu einem Sucheinsatz alarmiert: Zwei Skifahrerinnen hatten im Skigebiet Flachau, im Bereich Hofalm, den gesicherten Skibereich verlassen und sich anschließend im freien Skiraum verfahren und könnten weder vor noch zurück. Als die Bergretter bei den zwei Wiener Frauen ankamen, waren es plötzlich fünf verirrte Personen, darunter waren auch drei Männer aus Deutschland. Die fünf Variantenfahrer waren bei einem Felsen im sogenannten Wastlgraben (1150m) zu stehen gekommen. Die elf Flachauer Bergretter brachten sie sicher und unverletzt nach Flachau.

Kurz nach Einsatzende kam um 15:45 Uhr die zweite Alarmierung: Ein Mann hatte bei der Liftkassa zwei 16-jährige Buben als vermisst gemeldet. In Folge stellte sich heraus, dass die beiden Jugendlichen den Spuren der Skifahrer auf der gleichen Strecke nachgefahren waren, schildert Einsatzleiter Lukas Perner.

Sie waren dafür bereits seit über dreieinhalb Stunden mit Skiern bzw. Snowboard unterwegs und konnten zwar den Felsabbruch umfahren, steckten aber dann anschließend in einem Graben bei einer Staumauer fest. Die beiden Salzburger waren, als die Flachauer Bergretter bei ihnen eintrafen, erschöpft und unterkühlt. Trotzdem mussten sie mit Unterstützung der Bergretter noch etwa 150 Höhenmeter aufsteigen und wurden anschließend sicher ins Tal gebracht.

„Wir haben in diesem Bereich leider zunehmend Einsätze“, so Perner. „Die Skifahrer verlassen meistens im Bereich der Hofalm den gesicherten Pistenbereich. Hier schaut das freie Gelände auch noch gut befahrbar aus; es wird aber bald sehr viel steiler und felsdurchsetzter und im unteren Teil überhaupt nicht mehr befahrbar und sehr gefährlich“, warnt der stellvertretende Ortsstellenleiter der Flachauer Bergrettung, Lukas Perner.


Foto: Lukas Perner
Bericht: Maria Riedler


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