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Flachau: Freerider in Lawine verschüttet

In Flachauwinkel, nahe der Saukaralm, wurden am Mittwoch, 25. Februar, um 14 Uhr zwei Wintersportler von einer Lawine mitgerissen. Einer konnte sich selbst befreien, der zweite wurde nur mehr tot geborgen.

Obwohl Lawinenhund "Cäsar" aus Obertauern den Verschütteten relativ rasch finden konnte, war bereits zuviel Zeit verstrichen.

Die Einsatzkräfte versuchten den Snowboarder zu reanimieren, leider vergebens.

47 Mitglieder der Bergrettung - samt Hundeführer - und Rettungshubschrauber standen im Einsatz (alle Bilder: Maria Riedler/Bergrettung Bischofshofen).

Die beiden 23- und 25-jährigen "Freerider" fuhren von der Gipfelstation der Bergbahnen Richtung Kleinarl in den tief verschneiten, unpräparierten Hang zum Springen ein.
„Mitarbeitern der Bergbahnen hatten die Sportler davor mehrmals gewarnt, aber ohne Erfolg“, so der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau,Josef Hettegger.
Die beiden fuhren öfters in dieses etwa 35 Grad steile Gelände ein, als sich ein 50 mal 150 Meter großes Schneebrett mit einer Abrisskante von gut zwei Metern löste.
Einer der beiden  - ein 23-jähriger Altenmarkter - konnte sich selbst aus den Schneemassen befreien und die Hilfskräfte alarmieren.

Rascher Einsatz mittels Hubschrauber
40 Bergretter aus Kleinarl, Flachau, Altenmarkt und Wagrain,acht Hundeführer und fünf Alpinpolizisten wurden alarmiert und suchten nach dem vermissten Freerider.

Hundeführer und Bergrettungsleute wurden mittels Rettungs-
hubschrauber Martin 7,Hubschraubern des Innenministeriums und Pistengeräten sofort zum Unglücksort transportiert und begannen mit Sondierungs- und Sucharbeit.

Keine Notfallsausrüstung dabei
Obwohl Lawinenhund Cäsar den verschütteten 25–jährigen Freerider relativ rasch im mehreren Meter tiefen Schnee auffinden konnte, war bereits zu viel Zeit verstrichen. „Unsere Einsatzkräfte waren teilweise sehr rasch auf dem Lawinenkegel, doch leider nicht schnell genug“, schildert Hettegger. „Der Kleinarler Einsatzleiter suchte das Schneebrett bereits nach wenigen Minuten mittels LVS-Gerät ab. Aber leider hatten die beiden Wintersportler keine Notfallausrüstung mit dabei".

Die versuchte Reanimation der Einsatzkräfte unter der Leitung des anwesenden Notarztes der Flugrettung Martin war leider vergeblich.    
Der Tote wurde mit dem Hubschrauber ins Tal geflogen; er stammt aus Wien, lebt aber zurzeit in Altenmarkt.

Bezirksleiter Josef Hettegger: "Wir können nur wieder an die Vernunft appellieren und davor warnen, solch gefährliche Hänge abseits der Piste bei diesen Warnstufen zu befahren. Wir bitten auch Variantenfahrer die - vielleicht lebensrettende -Notfallausrüstung zu tragen".

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