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Filzmoos: Schwierige Bergung einer Bergsteigerin

Die Bergrettung Filzmoos barg eine am Knie verletzte Oberösterreicherin aus schwierigem Gelände.

Die Bergrettungsortstelle Filzmoos wurde am Sonntag, 13. Juni, um 12:30 alarmiert: Eine 48-jährige Oberösterreicherin aus Steinhaus/Wels hatte sich im Dachsteingebiet im Bereich Hochkesseleck am Knie verletzt und konnte nicht mehr auftreten. Die Frau war mit ihrer Familie von Gosau aus auf einer Zweitagestour im Dachsteinmassiv unterwegs gewesen.

Keine Hubschrauberbergung möglich
Aufgrund der Wetterbedingungen - Nebel und Wind - war keine rasche Hubschrauberbergung möglich. Insgesamt acht Filzmooser Bergretter stiegen zur Frau auf 2050m auf und leisteten vor Ort Erste Hilfe. Das Gelände in diesem Teil ist sehr steil und äußerst steinschlaggefährdet, deshalb wurde der Abtransport mittels Seil bis auf das sogenannte "Rinderfeld" gesichert. Da auch die restlichen 450 Höhenmeter ein sehr beschwerlicher und technisch anspruchsvoller Transport gewesen wären und noch einige Stunden gedauert hätten, entschied der Filzmooser Ortstellenleiter Coen Weesjes, den Rettungshubschrauber Martin 1, zum weiteren Abtransport anzufordern.

Kurzfristige Wetterbesserung
Kurz nach Übergabe an das Team von Martin 1 zogen allerdings die Wolken wieder zu. Nach einer Wartezeit von einer halben Stunde, entschieden sich die Bergretter für einen weiteren Bodenabtransport der Verletzten mittels Alpintrage. Nach gut einer Stunde besserten sich die Wetterverhältnisse allerdings wieder kurzfristig und die Besatzung des Notarzthubschraubers Martin 1 konnte die Oberösterreicherin doch noch ins Krankenhaus Schwarzach transportieren.
(Einsatzende: 21:30 Uhr)

Bericht und Bilder: Coen Weesjes/Ortsstellenleiter Filzmoos

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