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Expedition: Chapaev 6.120m & Khan Tengri 7.010m:

Kasachstan und Kirgistan haben Einiges zu bieten - Unter anderem den 7.010 Meter hohen nördlichsten Siebentausender der Welt. Die beiden Bergrettungskameraden der Ortsstelle Salzburg, Sabine Grubmüller und Christian Nedomlel berichten:

 

Von Salzburg ging es über Frankfurt direkt nach Almaty, der früheren Hauptstadt Kasachstan. Kasachstan ist das neungrößte Land der Erde und außerdem der größte Binnenstaat. In Almaty erledigten wir noch die letzten Einkäufe und dann ging’s auch schon weiter mit einer fünfstündigen Autofahrt über die Kirgisische Grenze nach Kakara.

 

Mit dem Militärhubschrauber ins Tien Shan Gebirge

Kakara liegt  an der Grenze zwischen Kasachstan und Kirgistan und ist eigentlich nur der Platz wo der Kirgisische Militärhubschrauber die Bergsteiger zu verschieden Bergen im Tien Shan Gebirge fliegt.

 

Der Tien Shan, übersetzt Himmelsgebirge, ist ein unerschlossenes Hochgebirge mit zwei Siebentausendern, den Khan Tengri und den Pik Pobeda. Durch die nördliche Lage, den riesigen Issykul See (zweitgrößter Hochgebirgssee der Welt) im Westen und der Takla Makan Wüste im Südosten ist das Klima sehr harsch und das Wetter sehr unbeständig und kalt. Beide Berge können nur von Anfang Juli bis Mitte August bestiegen werden.

 

Basislager Khan Tengri

Am nächsten Tag brachte uns der große Mi8 Hubschrauber bei tollem Wetter in einem 40minütigen Flug zum 4.000 m hoch gelegenen Basislager auf der Nordseite des Khan Tengri.

Die Route von der Nordseite des Khan Tengri führt über den 2000 Hm hohen Nordgrat auf den Pik Chapaev (6120 m) Ostgipfel. Von dort müssen dann 300 Hm abgestiegen werden und es geht dann noch einmal über schwieriges Gelände 1200 Hm auf den Khan Tengri.

 

Am Gipfel des Pik Chapaev

Nach ein paar Akklimatisationstagen begannen wir unsere Lager 1 und 2 am Grat einzurichten und konnten bereits nach acht Tagen auf dem Gipfel des Pik Chapaev stehen. Die erste Woche war leider damit auch die einzig stabile Phase in der gesamten Saison am Khan Tengri.

 

Schlechtes Wetter verhindert weiteren Gipfelsieg

Danach war es aufgrund der starken Höhenströmung, des total instabilen Wetters und der extremen Niederschläge, wir hatten fast einen Meter Neuschnee im Basislager, niemandem mehr möglich den Gipfel des Khan Tengri zu erreichen.

Am 15. August wurden alle Basislager am Berg geräumt und wir konnten nach einer sechstägigen Wartezeit ausgeflogen werden.

 

Auf dem Rückweg nach Almaty

Nachdem uns der Hubschrauber wieder nach Kakara ausgeflogen hatte, wurde extra die Grenzbrücke nach Kasachstan für uns geöffnet und wir konnten noch für zwei Tage in dem tollen Bergersteiger Camp verbringen. Nach einer abenteuerlichen Fahrt mit einem Ural Fahrzeug über eine kaum vorhandene Straße erreichten wir dann einen Minibus der uns zurück nach Almaty brachte.

 

 

Besonders erwähnenswert ist die russische/kasachische und kirgisische Gastfreundschaft, die uns viele schöne Erlebnisse brachte.

 

Bericht und Bilder: Grubmüller & Nedomlel

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